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Dienstag, 22. Januar 2013

Show me the light...

Ich ertrinke. Langsam, Tag für Tag. Ich ertrinke im eiskalten, schwarzen Meer meiner eigenen Gedanken. Ich will atmen, will meine Lungen mit Luft und Leben füllen, doch es geht nicht. Ich höre meine eigenen Gedanken, so laut als würden sie mit mir sprechen. Was sie auch tun.
Versagerin. Du bist es nicht wert. Du bist schon lange kein Mensch mehr. Du bist nichts. Nein, du bist noch weniger als das.
Ich versuche die Stimmen zu unterdrücken.  Doch ich hasse mich. Hasse mich so sehr. Versuche dem Drang neue rote Linien in meine blütenweise Haut zu schneiden zu unterdrücken. Ich denke an all die Narben auf meinen Arm, die nie mehr weg gehen werden.
Das ist nicht genug. Es wird niemals gut genug sein.
Meine Hände zittern. Vor Kälte. Vor Angst. Vor dem unterdrückten Verlangen zu schneiden. 
Lass mich nicht allein, will ich rufen. Strecke die Hand aus. Fasse nichts, kein Licht. Die Dunkelheit klebt zu sehr an mir. Willst du wirklich diesen Weg mit mir gehen?
Ich habe Angst vor der Antwort. 
Ich habe Angst. Das ist alles was übrig bleibt. Wenn ich nachts in meinem Bett liege, und die Geister der Vergangenheit aus ihren Verstecken kriechen und die Träume mich jagen, und die Gedanken selbst im Schlaf - auch wenn man es nicht so bezeichnen kann - nicht aufhören. 
Ich habe Angst vor dem, was die Angst aus Menschen macht.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

What will last and what will fade away?

Ich bin hier und nicht zuhause, und ich bin mehr als nur froh darum. Ich habe es gar nicht verdient, dass jemand so lieb zu mir ist, und trotzdem ist das jemand. Und ich merke in letzter Zeit mehr denn je, wie kaputt ich bin, und vor allem wie kaputt und krank mein Körper ist. 
Die Nächte sind der Horror, Bauchkrämpfe und Schmerzen am ganzen Körper, ein Herz das wehtut, mal zu schnell und mal zu langsam schlägt. Und ich finde einfach keinen Schlaf. Mein Körper quält mich mit Schmerzen, mein Verstand quält mich mit all den Gedanken, die niemals still stehen.

Letzte Nacht als es mir nicht gut ging hielt mich mein Bruder, und schüttelt mich auf einmal panisch und ruft meinen Namen. "Weiteratmen! Du musst weiteratmen!" Ein verwirrter Blick meinerseits, die Erklärung seinerseits: Meine Atmung hat scheinbar kurz ausgesetzt. Ich weis nicht, was mit meinem Körper nicht stimmt, aber ich weis dass etwas nicht stimmt. Etwas ganz und gar nicht stimmt. Ich weis nicht, ob mir das nun Angst machen sollte oder nicht, ich fühle gar nichts. Nicht meinetwegen. Aber es gibt etwas, das mich sehr traurig machen würde: Wenn jemand um mich weint. All die Jahre hatte ich keine Hoffnung, hatte und wollte keine Zukunft, für mich gab es die irgendwie nicht, weil ich nichts als negative Dinge kannte. Und nun, da mir jemand die Hoffnung auf eine Zukunft geschenkt hat, weis ich nicht ob ich sie wirklich haben werde. Wie lang ich sie haben werde. 
"Ich hab Angst, dass du einschläfst und nie wieder aufwachst." Dieser Satz geht mir nicht aus dem Kopf. Den ganzen Tag schon nicht. 
Wahrscheinlich ist das alles absolut harmlos und ich mache mir nur unnötig Gedanken. 

Noch nie zuvor hat mir jemand eine Geschichte erzählt, eine Geschichte für mich erfunden und erzählt. In der Nacht bekam ich eine zu hören. Wenn ich noch weinen könnte, dann hätte ich geweint und erst irgendwann wieder aufgehört. Weil mich das so berührt hat in diesem Moment. Eine Geschichte, viel zu schön und zu traurig. Zu wahr und doch so wahr wie nur eine Geschichte gedichtet aus dem Leben eines Mädchens sein kann, das ich täglich im Spiegel sehe. 

Ich habe etwas an das ich glauben kann. Wenn ich doch nur daran glauben könnte. Doch das fällt mir so unendlich schwer. An irgendetwas zu glauben. Ich kann das einfach nicht. Ich glaube an nichts. Ich kann an nichts glauben. Und doch würde ich es so gerne. Ich will daran glauben, doch ich kann nicht. Und das tut mir so leid. Das macht mich so unglaublich traurig, dass es mich innerlich zerreist. 

Ich kann mit so vielem nicht umgehen. Mit all dem negativen in meinem Leben nicht, mit all den quälenden Gedanken, Erinnerungen und Träumen nicht. Und dennoch kann ich auch mit dem wenigen guten nicht wirklich umgehen. Und das quält mich. Warum kann ich das nicht?

Ich weis nicht mehr was ich noch denken oder fühlen soll. Es ist gleichzeitig viel zu viel und viel zu wenig. Ich bin verwirrt, versuche meine Gedanken irgendwie zu entwirren, irgendwie einen Weg in all dem zu suchen, den es aber nicht gibt. Selbst wenn ich krank im Bett liege, mir alles weh tut, kann ich nicht aufhören zu denken, auch wenn mein Kopf wie vernebelt ist. 

Lass mich nicht allein! Diese Worte, von mir ausgesprochen. Und dahinter lauert die Angst. Denn ich kenne es nicht anders. Bisher hat mich jeder irgendwann allein gelassen. 
Ich weis nicht wo ich anfangen soll und wo ich aufhören kann. Ein Buch ohne Anfang und ohne Ende. So viele Seiten, unbeschrieben. So viele durchgestrichene Seiten und Sätze, so viel ausradiert und doch haften geblieben. So viele Buchstaben, die sich zu wirren Worten ordnen. Auf der aufgeschlagenen Seite verweilend, zittert meine Hand bei dem Gedanken daran, umzublättern, eine neue Seite aufzuschlagen, leer und weis und vielleicht niemals voller Worte, und zugleich wünscht sie sich nichts mehr als das. 

Mittwoch, 19. Dezember 2012

The dark melody inside me

So viele Einträge geschrieben in der letzten Zeit. Sofort wieder gelöscht, kaum dass die Worte getippt waren. Nie veröffentlicht, tausende Worte geschrieben, und doch totgeschwiegen. Denn ich kann nicht, kann all das nicht in Worte fassen, was in mir ist. All diese Dinge...
Ich kann einfach nicht. Aus meinem Mund kommt nicht ein Wort, auch wenn ich es versuche. Mein Körper reagiert mit Panik, unkontrolliertem Zittern und schrecklicher Angst. Mein Gehirn schafft es irgendwie die Gedanken und Erinnerungen halbwegs auszublenden, zu vergessen für den Moment. Zu verdrängen. Denn vergessen ist es nie, irgendwo in den tiefsten und dunkelsten Ecken lauert es, und begleitet mich wohin ich auch gehe.
Ich bin am Limit, halte es nicht mehr aus, weis aber dass ich muss weil ich nicht aufgeben darf. Weil da noch diese Hoffnung ist, dass es eines Tages doch noch besser werden wird, auch wenn nicht ich es bin, die diese Hoffnung trägt. Ich habe so Angst die einzigen Menschen zu enttäuschen, die überhaupt an mich glauben. Halt mich. Bitte, halt mich fest. Und lass mich nie mehr los. Ich bin nur ein Blatt im Wind, wer weis wo ich lande, ertrinke im tiefsten dunklen Wasser, zerbreche im zerrenden Sturm. Halt mich fest.

Mir geht es nicht gut. Das merke ich jeden Tag. Und doch lächle ich und sage, dass alles in Ordnung ist. Kann ich wirklich so gut lügen? Warum schaffe ich es nicht, jene zwei kleinen Wörter auszusprechen, die ich so gerne aussprechen will? Aber stattdessen sage ich mir, ich muss es allein schaffen, und entweder ich schaffe es oder ich schaffe es nicht. Und ich weis dass ich es nicht schaffe. Ich spüre es, jeden Tag. Es ist mein eigener Untergang, eine Abwärtsspirale unterlegt in rot, und ich selbst kann nichts tun, außer mir dabei zuzusehen. All die Worte und Schreie bleiben in mir.
Ich kann nicht hinaus, aus dem Käfig, der nur in meinem Kopf existiert. Und niemand kann hinein, denn ich kann niemanden hineinlassen. Ich weis nicht wie.
Ich habe Angst.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

So sieht mein Leben aus...


Ich träume, dass ich schlecht träume und panisch aus einem Alptraum erwache, nur um dann festzustellen ich war noch immer im Alptraum gefangen, als ich dann wirklich erwache. Und in meinem Bett liege, während das dunkle Licht der Nacht, von Mond und Straßenlaterne stammend, über meinen Zimmerboden kriecht, und ich mal die Umrisse meiner Möbel im Raum erkennen kann. Das beruhigt mein schmerzhaft schnell schlagendes Herz zumindest ein wenig, lässt mich wieder ruhiger atmen und in die Kissen zurücksinken, die Decke über mich gezogen, das Kuscheltier das mir mein Bruder geschenkt hat, fest mit zitternder Hand an mich gepresst. Ich fühle mich so verdammt allein.
Die Stunden vergehen. Schleichen dahin als  würde die Zeit gerade selbst lieber stehen bleiben als weiter vergehen. Meine Nächte, obwohl sie realistisch betrachtet, viel zu kurz sind da ich kaum schlafe, kommen mir dennoch viel zu lang vor. Ebenso wie meine Tage, die sich dahinziehen vom Klingeln meines Weckers, den Stunden die sinnlos vergehen, bis es dunkel wird, und ich noch sehr lange wach bleibe, weil ich weder schlafen will noch schlafen kann. Mittlerweile ist mein Körper wieder sehr geschwächt, und der Tag, der Unterricht,  anstrengende Dinge allgemein, werden zur Qual. Ich kann selbst nicht einmal sagen, was ich eigentlich will. Ich will weder, dass es Tag wird, noch dass es Nacht wird. Ich warte, doch weis nicht einmal worauf.
Die Gedanken rauschen durch meinen Kopf, und die Sinnlosigkeit schlägt in Wellen über mir zusammen und begräbt mich unter ihr. Ich ertrinke darin, wie in den Wellen eines großen schwarzen Meeres, ertrinke in all den Gedanken in meinem Kopf, der Angst und der Traurigkeit, die mich beherrscht. Ich will weinen, doch ich kann nicht. Ich hasse mich dafür, für all das, dafür dass es mir passiert, dafür dass mir all das passiert ist, dafür was und wer ich war, und heute bin.
Ich bin leer. So leer. In mir ist nichts, gar nichts. Ich spüre den Drang, diese Leere irgendwie zu füllen, mich selbst mit Leben und Licht zu füllen, wo nur Dunkelheit und Tod zu finden ist. Doch zugleich spüre ich die Verzweiflung in jeder Faser meines Herzens, weil ich weis, dass nichts diese Leere füllen kann, das ich vergeblich danach suche. Dass ich irgendwie damit Leben muss, es aber nicht wirklich kann. Ich lebe schon so lange damit, doch das bedeutet nicht, dass ich auch damit leben kann.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Zu viel

Zu viel. Zu viel kreist durch meinen Kopf, zu viele Gedanken die auf mich einhämmern und danach verlangen geordnet zu werden, doch ich kann nicht. Kann die Gedanken nicht ordnen, zu viel, zu viel Chaos. Und hinter den Gedanken warten die Erinnerungen, warten die Bilder, warten die Alpträume. Und meinetwegen können sie da warten bis in alle Ewigkeit, denn ich will mich damit nicht auseinandersetzen, will mich nicht erinnern, will nicht darüber nachdenken. Ich will einfach nur verdrängen. Will vergessen, doch ich weis, dass das nicht geht.
Ich kann nicht mehr. Die letzten Tage fast komplett ohne Schlaf. Zitternd und kalt im Bett liegend, traurig und voll Angst. Denn in der kurzen Zeit, in der ich tatsächlich einschlafe, kommen die Alpträume. Und ich erwache, spüre mein Herz schmerzhaft schnell schlagen und habe Angst. 
Ich fühle mich falsch. Fühle mich überflüssig und absolut fehl am Platz. In der Schule laufe ich durch die Gänge, überall lachende Menschen, die über wichtiges und unwichtiges reden, und dazwischen ich. Ich bin das Mädchen, das irgendwie da ist und doch nicht da. Meine Gedanken treiben irgendwo durch die Wüste, während mein Körper soweit funktioniert, dass er einen Schritt vor den anderen macht und mich von einem Ort zum anderen trägt, vorbei an all den Menschen, vorbei am Leben.
Denn ich fühle mich, als wäre alles um mich herum komplett still. Obwohl ich weis, dass das nicht so ist, weil ich den Lärm auf den Schulfluren, den Straßen der Stadt und in der S-Bahn höre. Doch dennoch fühlt es sich an, als wäre es komplett still. Das einzige was mir laut vorkommt, sind die Gedanken in meinem Kopf. Als wäre ich in einem luftleeren Raum gefangen, an dem alle Geräusche und die Umgebung irgendwie abprallen, und ich bin allein, wohin ich auch gehe..Denn es kann niemand hinein in meinen Raum, und ich kann nicht hinaus..
Ich fühle mich so zerrissen. Fühle mich, als würde ich irgendwo über dem Abgrund stehen, und das einzige was mich noch irgendwie hält sind die Hoffnungen an die ich mich klammere. Die Hoffnung, die mir jemand geschenkt hat. Hoffnung ist wie ein Schmetterling, so zerbrechlich, aber irgendwie auch lebendig. Das letzte, das mich noch irgendwie hält.
Und gleichzeitig ist da die Angst. Angst, dass diese Hoffnung wieder zerbricht. Angst, dass es die Zukunft, die ich nun für mich irgendwo in den Nebeln sehe, gar nicht gibt, gar nicht geben wird. Angst, wieder allein gelassen zu werden. Angst, die mich nicht schlafen lässt, die mich langsam von innen auffrisst, immer mehr und mehr, bis irgendwann nichts mehr von mir übrig ist, außer einer leeren toten Hülle, die sich noch bewegt und atmet.
Ich bin absolut überflüssig. Ob ich da bin oder nicht macht keinen Unterschied. Ich bin unsichtbar. Zuhause bin ich einfach nur da. Mehr nicht. Ich bin da ohne wirklich da zu sein. Ich existiere hier, wandere wie ein Geist durch die Räume und das Haus, doch mehr bin ich nicht. Ich bin unerwünscht. Ich bin nicht die, die meine Eltern gerne hätten. Und dafür hassen sie mich. Dass ich bin wie ich bin.
Ich kann nur zusehen. Zusehen, wie alles Stück für Stück in Scherben zerbricht. Das ist mein Leben. So war es schon immer. Alles zerbricht mit der Zeit. Ich kenne es nicht anders. Alles, woraus man sich einmal eine Welt gebaut hat, alle Hoffnung, an die man sich je geklammert hat..
Ich selbst bin Stück für Stück zerbrochen, hab viel zu lang verzweifelt versucht meine eigenen Scherben aufzusammeln, und irgendwann eingesehen, dass es sinnlos ist. Ich bin kaputt und werde es wohl auch immer sein. Solange nur ich kaputt bin, ist das okay. Doch ich ertrage es nicht, jemandem der mir sehr wichtig ist, dabei zusehen zu müssen, wie er kaputt geht, und nichts dagegen tun zu können. Ich bin so hilflos, irgendwie.
Ich hasse die Nächte, und hasse die Tage. Ich schlafe kaum mehr, bin aber trotzdem niemals wirklich wach. Das einzige, das wach ist, sind meine Gedanken, die niemals aufhören. Die sich im Kreis drehen, die auf mich einhämmern Tag und Nacht...
Ich hab Angst. Ich vermisse die Wärme einer Umarmung, die mir irgendwie ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit gibt, und das Gefühl verstanden zu werden...

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Allein sein...

Ich sitze hier in meinem Zimmer und mache gar nichts. Sitze nur da und starre ins Leere. Drehe die Musik auf, damit sie das Geräusch des Regens und meine eigenen Gedanken übertönt. Aber meine Gedanken lassen sich nicht übertönen. Zu viele Gedanken in mir, und gleichzeitig zu viel Leere und Dunkelheit.
Ich habe das Gefühl als würde ich einfach in Tausend Teile zersplittern; als könnte der Sturm mich einfach forttragen sobald ich mich in den Wind stelle, wenn mich niemand festhält.
Das wünsche ich mir gerade am meisten.
Ich vermisse Wärme einer Umarmung, doch ich habe Angst dass sie meine eiskalte Haut verbrennt.
Ich vermisse das Gefühl nicht ganz allein zu sein, doch ich habe Angst, dass die Leere in mir zu groß ist.
Ich vermisse das Gefühl lachen zu können, doch ich habe Angst an meinen eigenen nicht geweinten Tränen zu ersticken.
Ich vermisse die Hoffnung, die in den letzten Wochen in mir erwacht ist, doch ich habe Angst dass es für mich keine Hoffnung mehr gibt.

Montag, 1. Oktober 2012

Nur ein Traum?

Angst. Angst, dass die schönen Wochen nur ein Traum waren. Nur eine Illusion. Angst dass nun, da ich wieder zurück bin, alles wieder wie vorher ist. Ich will wieder weg von hier, ich hasse diesen Ort, hasse dieses "Zuhause". Ich hab Angst, dass die letzten Wochen nur ein Traum waren. Dass ich nun erwacht bin und nur niemand außer mir sich mehr an diese Zeit erinnern kann, da nur einer einen Traum noch kennt nachdem er davon erwacht ist, und das ist derjenige der ihn geträumt hat. 
Ich habe Angst, wieder allein zu sein. Das Gefühl zerreisst mich innerlich. Ich habe Angst, dass die Hoffnung nicht bei mir bleibt und ich wieder in der Dunkelheit versinke und immer weiter zerbreche, obwohl ich doch jetzt schon kaputt bin.
Ich will die Zeit zurückdrehen und anhalten. Ich will diese schöne Zeit festhalten. Ich will sie nicht nur zu Erinnerungen werden lassen, ich will diese Erinnerungen Wirklichkeit werden lassen, indem ich daraus eine Zukunft baue.
Ich habe Angst. 

Sonntag, 16. September 2012

Im Schatten

Ich hab Angst. Angst davor, dass diese schöne Zeit nur ein kurzer Traum war, und sich nach dem aufwachen niemand außer mir mehr daran erinnert. Angst davor, dass die Zukunft und die Wege, die ich gehen kann, einfach wieder hinter einer dichten Nebelwand verschwinden. Angst, dass ich mir das alles nur eingebildet habe, dass ich in einer Illusion lebe, eine Gedankenblase, die unter Wasser schwebt und ich in der Dunkelheit  des Meeres schon längst aufgehört habe zu atmen. 
Ich bin fail. Ich kann nicht anders, ich kann immer und immer nur nachdenken, immer und immer nur seltsame Gedanken in meinem Kopf, die sich zu ganzen Welten verdichten und mich vergessen lassen, was noch Wirklichkeit ist und was nicht, was wichtig ist und was nicht. Was echt ist und was nicht. Wenn Träume sich selbst träumen können, dann bin ich gerade vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben wirklich wach, und sobald ich die Augen schließe, werde ich wieder in der Wirklichkeit die nur ein Traum ist erwachen. Ich habe  Angst davor, zu schlafen. 
Man kann gar nicht anders, als mich für seltsam zu halten. Ich halte mich selbst für seltsam. Und ich halte mich selbst einfach nicht mehr aus. Ich halte die Gedanken und die Dunkelheit in mir nicht aus. Am liebsten würde ich meinen Kopf solange gegen die Wand schlagen, bis ich auch den letzten Gedanken und das letzte bisschen Verstand in mir getötet habe. 

Ich stehe seit Jahren an der selben Stelle. Ich bin einfach stehen geblieben, und alle anderen sind weitergegangen. Ich habe ihnen zugesehen, habe ihnen hinterhergesehen, als sie einfach weitergingen und Stück für Stück auch das letzte bisschen Licht mitgenommen haben. Und alles, was übrig bleibt, ist Finsternis. Und Leere. 
Ich bin nie älter geworden, bin immer ein Kind geblieben. Etwas in mir ist stehen geblieben, wie eine Uhr, die man nie wieder aufziehen kann. Ich werde wohl für immer so bleiben. Egal wieviel Zeit vergeht, das wird sie nicht heilen können.

Und jetzt bin ich dabei, vielleicht doch nach all dieser Zeit einen Schritt nach vorne zu machen. Einen Weg zu wählen um eine Zukunft zu sehen. Aber wirklich sehen kann ich nichts, alles ist immer und immer nur dunkel. Ich könnte fallen, noch tiefer als sowieso schon, wenn ich bei meinem Weg nach vorne in einen Abgrund stürze. Aber das macht mir keine Angst. Stattdessen habe ich Angst davor, im Kreis zu rennen, mich immer und immer im Kreis zu drehen, einen Weg zu gehen, den man nicht gehen kann, ein Weg der nirgendwo hin führt und man immer und immer wieder am Anfang landet. Ich kann selbst nicht so genau benennen, was mir so furchtbar Angst macht. Aber ich weis, dass es immer so ist. Dass ich immer und immer  Angst bekomme. Angst ist mehr als nur normale Angst. Angst ist die Schattenseite der Hoffnung. Denn alles ist für mich negativ. Selbst die wenigen guten Dinge in meinem Leben sind negativ, zumindest im selbsten Maße negativ wie positiv, weil die Angst dann aus den Schatten kriecht und sich in meinen Körper schleicht und seine scharfen Krallen in die Stelle bohrt, an der bei normalen Menschen das intakte Herz sitzt. Es ist immer so. Dunkelheit ist überall. Denn auch Licht wirft Schatten. Und genau dort lebe ich. Im Schatten, in der Dunkelheit. 
Ich weis dass das fail ist. Dass es mir auch das wenige gute im Leben kaputt macht. Dass ich mir das wenige gute dadurch selbst kaputt mache. Aber ich kann nicht anders. Ich wünschte ich könnte es. Ich weis dass das fail ist. 

Ich fühle mich so verloren. Daran hat sich nichts geändert.  Auch wenn mir im Moment jemand das Gefühl gibt nicht mehr ganz allein zu sein, so fühle ich mich dennoch noch immer verloren.

Dienstag, 28. August 2012

Zu verletzlich

Mir wehzutun ist so leicht, viel zu leicht. Schon der kleinste Satz genügt, Dinge, die vielleicht gar nicht beabsichtigt sind, von denen andere, die sie leichtfertig aussprechen nicht einmal wissen was sie in meinem Inneren auslösen. Und Worte, die so gemeint sind, treffen erst recht wie Pfeile. Scharf, schmerzhaft, tief. Wunden in alten offenen Wunden. Denn ich bin komplett ohne Schutz, keine Mauern, nicht einmal eine dünne Glasschicht, gar nichts.
Ich kann mich davor nicht schützen. Bin viel zu verletzlich. Und immer und immer wieder wird mir weh getan. Jeder tut mir weh.
Doch ich lächle. Und verstecke die Tränen. Verstecke die frischen Schnitte an meinem Arm. Enttäuschung. Selbsthass. Traurigkeit. Verstecke alles hinter einem seltsamen Lächeln.
Ich sage: alles okay; und lächle dabei. Doch in Wahrheit bin ich wo anders. Irgendwo in mir drin, irgendwo in meinen Erinnerungen. An einem Ort, den außer mir niemand sehen kann, einem Ort der nur in mir existiert. Ein dunkler, einsamer Ort.
Warum bin ich so verletzlich? Mir hat bisher jeder Mensch weh getan, diejenigen die mir am nächsten waren am allermeisten. Mich hat bisher jeder allein gelassen. Menschen, denen ich vertraut habe, am meisten vertraut habe, und ich vertraue Menschen nur sehr schwer. Sie sind gegangen, haben mich allein gelassen, im Stich gelassen, mich verraten und alle Versprechen die sie mir gaben waren nichts weiter als schöne Worte aus Luft und Wind.
Ich hatte nie irgendeine Art von Schutz. Nichts, um mich selbst zu schützen. Klar gibt es nichts, dass einen davor schützen könnte verletzt und allein gelassen zu werden. Doch andere können sich selbst schützen, irgendwie, ein bisschen. Ich habe keinerlei Selbstschutz, bin viel zu verletzlich. Und habe Angst. Angst, dass mir wieder weh getan wird, Angst anderen zu vertrauen, Angst allein gelassen zu werden. Und zugleich wünsche ich mir so sehr, dass ich jemandem vertrauen kann, dass jemand da ist, der mich nicht allein lässt.
Doch auch wenn man so eine Vergangenheit hat, muss es doch irgendwie, irgendwo eine Zukunft geben. Auch für mich muss es doch irgendwie so etwas wie eine Zukunft geben? So etwas wie Hoffnung?

Sonntag, 12. August 2012

Gefangene meiner eigenen Ängste und Gedanken


So viele Ängste, die mein Leben beherrschen, mich beherrschen. Finstere Gedanken, die in mir wohnen, Ängste die sich in mein Herz krallen und mir das Atmen schwer machen. Ich habe viel zu viele davon, schon mein ganzes Leben lang, so viel mehr als andere Menschen, so viel stärker und intensiver irgendwie. Ich lebe damit weil ich damit leben muss, aber ich sage nicht, dass ich damit leben kann. Denn ich kann es nicht, es ist so schwer. Viel zu viel Angst, vor viel zu vielen Dingen, viel zu vielen Erinnerungen, viel zu vielen Vorstellungen und Ängsten, eine Alptraumwelt in meinem Kopf, in meinen Gedanken, die mich regelmäßig durch die Hölle führt. In meinem Kopf, ich bin eine Gefangene in meinem eigenen Kopf. Ein Käfig, zwar mit Schloss, doch ohne Schlüssel, und unsichtbare eiserne Ketten, all meine Ängste, die mich so fest halten, an mir zerren und mir weh tun, dass ich nicht frei kommen kann, mich nicht einmal bewegen kann, nicht rufen kann, auch wenn ich es möchte, nur weinen kann.

Ich bin wie ein gefangener Schmetterling, wenn ich hilflos mit den Flügeln schlage komme ich nicht frei. Die Ketten, die mich halten, sind so schwer, und ich selbst bin so hilflos und schwach. Ich wünsche mir Stärke, wünsche mir stark genug zu sein, um mit dem Leben klar zu kommen und mit mir selbst. Stark genug um die Ketten meiner Ängste, das Gefängnis, das in meinem Kopf, meinen Gedanken existiert, endlich zu verlassen.  Und eine Welt zu sehen, die schön sein kann, in der es schönes gibt, und mich keine Ängste und Zweifel und schlimmen Dinge und Erinnerungen daran hindern, auch Teil davon zu sein. Ich will aus dem Schatten, in dem ich lebe, hinaustreten ins Licht. Und die Sonnenstrahlen auf der Haut spüren, und sehen, sie verbrennen mich nicht.

Ich bin auf der Suche, doch was ich suche, das weis ich nicht. Ich weis nicht, ob ich es jemals wirklich wusste, doch ich habe aufgegeben nach der Antwort zu suchen. Ich bin wie eine ruhelose Wanderin im Nebelmeer, die nichts sehen kann, keinen Weg, keinen Sinn, kein zurück, kein wohin.

Menschliche Wünsche und Träume sind so zahlreich und bedeutungslos wie die Sterne in dunkler Nacht, und dennoch zaubern sie kleine Lichtpunkte in die Finsternis, und erlangen dadurch eine Bedeutung, deren Ausmaß über jede Logik und vom Verstand erfassbare Vernunft hinausgeht.

Mein Leben ist voller Leere, vor mir und hinter mir liegt nur eine leere Winterwüstenwelt. Vielleicht werde ich auch weiterhin verloren sein, aber ich werde dennoch weitergehen, werde versuchen irgendwie von meinen Ängsten frei zu kommen, irgendwie damit leben zu lernen, werde der sanften und zarten Melodie folgen, die in mir erwacht ist, und leise erklingt.

Die Dunkelheit wird vielleicht irgendwann schwächer, sie durchdringen zarte Strahlen von Licht. Auch wenn ich meinen Weg noch nicht sehen kann, so werde ich dennoch weiter voran schreiten, versuchen die Vergangenheit hinter mir zu lassen, die zwar dennoch bei jedem Schritt wie ein Schatten bei mir bleibt, und trotz aller vergangenen und nie verheilten Wunden ein kleines Licht im Herzen tragen, das Hoffnung heißt und mir den Weg durch die Finsternis weist.

Sonntag, 22. Juli 2012

Angst

~ Fear is the only enemy you can't escape. Because it exists in the one place you can't run away off. Your own mind. ~

Angst. Ich habe Angst. Oft wenn das Gefühl übermächtig ist denke ich, dass mein Leben aus gar nichts anderem mehr besteht. Ich selbst bin nichts. Ich bin eine Puppe, eine Marionette, an deren Fäden die ganze Welt zerrt, zu viele Menschen, die versuchen mich in verschiedene Richtungen zu zerren, mich zu dem zu machen, was sie haben wollen. Aber keiner bemerkt, dass sie an einer seelenlosen, leblosen Puppe zerren, einem im Grunde toten Mädchen, das die Maske einer Lebenden trägt.
Ich bin beherrscht von all den negativen Gefühlen, all den Erinnerungen, die wie Gift durch meine Adern fließen. Ich bin nichts. Bin wertlos. Bestehe nur noch aus schlechten Erinnerungen, zu vielen Ängsten und zu vielen schlimmen Gedanken, Erlebnissen und Träumen und zu viel Traurigkeit. Ich bin nichts mehr. Von mir ist nichts mehr übrig. Alles was ich einmal war ist verschwunden, ertrunken in einem Meer aus Tränen Dunkelheit.

Ich habe Angst, meiner Mutter zu begegnen wenn sie aus dem Krankenhaus kommt. Angst vor den Vorwürfen, die kommen werden. Angst vor der Reaktion meines Vaters, wenn er auf die Fragen und die Worte wartet, die ich nicht aussprechen kann. Ich habe Angst vor der Zukunft. Ich habe Angst vor der Vergangenheit. Und Angst vor der Gegenwart. Und ich habe Angst vor den Nächten, die ziemlich furchtbar sind. Und ich habe Angst vor so vielem mehr. Angst davor, ständig weinen zu müssen. Angst für immer traurig und depressiv zu sein, dass es niemals besser wird, nie mehr besser werden kann.

Ich will drei Jahre alt sein, noch nicht wissen was Traurigkeit ist, und vor einem weissen Blatt Papier sitzen. Und dann mit neonbunten Farben, einfach drauflosmalen, für andere nur wirres sinnloses Gekritzel, für mich selbst die ganze Welt, grenzenlos und undefiniert, das Bild kann alles sein und gleichzeitig nichts.


Mittwoch, 18. Juli 2012

Kein guter Tag

Kein guter Tag, absolut nicht. Wie viel habe ich überhaupt geschlafen in der Nacht? Zwischen all den vielen Tränen, den nicht aufhörenden Gedanken, den seltsamen Träumen zwischen Schlafen und Wachen.
Alles was bleibt ist Leere. Im Kopf, in den Gedanken, im Körper. Alles nur leer. Bäume und Häuser rauschen vorbei, als ich in der S-Bahn sitze, ich sehe sie nicht, nehme sie nicht wahr. Mein Blick verschwimmt, alles wird schwarz. Aber ich zwinge mich, dem nicht nachzugeben, zwinge mich bei Bewusstsein zu bleiben. Wie so oft. Wie eigentlich jeden verdammten Tag.  Kopf an die Fensterscheibe lehnen, zumindest schön kühl. Atmung zu schnell. Tanzende Punkte vor den Augen. Auch die Musik aus meinem Ipod rauscht irgendwie an mir vorbei. Es hätte sein können dass ich zwanzig Minuten lang das selbe Lied gehört habe ohne es zu merken. Aufstehen, ohne umzufallen. Treppen hoch, Treppen runter. Die Welt scheint nur aus Treppenstufen zu bestehen. Welcher Idiot hat so was wie Treppen erfunden?! Ich kann nicht, kann nicht mehr. Zu anstrengend. Treppensteigen. Quälerei. Es tut weh. Ungefähr da wo das Herz ist: So ein Stechen. Irgendwie oft beim Treppensteigen.
Aber eins ist das wichtigste. Normal sein. Zumindest normal wirken. Auch wenn ich weis, dass an mir gar nichts normal ist. An manchen Tagen merke ich schlimmer als an anderen, wie kaputt mein Körper eigentlich ist.
Zumindest ein kurzer Tag. Auch wenn sich die Stunden wie eine Ewigkeit ziehen, in denen uninteressanter Unterrichtsstoff durch den Raum schwebt wie Wolken und einfach an mir vorüberzieht. Keine Ahnung um was es eigentlich ging. Ist mir auch egal.
Morgen die Klausur schreiben. Ich weis nichts. Hab zu oft gefehlt. Hab nie zugehört. Ich darf den Test nicht verhauen.Sonst krieg ich kein Geld mehr von meinem Dad. Ich muss das irgendwie schaffen. Wie? Wie soll ich das schaffen? Ich fürchte ich werde es nicht schaffen. Wie geht es dann weiter? Nicht darüber nachdenken. Nicht jetzt. Ich will schlafen, einfach nur schlafen, einmal ohne schlechte und wirre Träume. Ich will einmal schlafen und mich beim Aufwachen erholt und wach fühlen. Ich will schlafen. Aber ich kann nicht schlafen. Zu viele Gedanken halten mich davon ab. Zu viele Tränen. Zu viel Angst. Angst. Angst. Jede Nacht.

Montag, 16. Juli 2012

An wie viel bin ich wirklich schuld?

Ich weis es nicht. Weis gar nichts mehr. Ist es meine Schuld? Ist es wirklich alles meine Schuld?
Ihre Worte stürmen auf mich ein, ich will sie nicht hören, will nicht noch mehr hören. Ich wünsche mich weit weg. Am besten an den Nordpol, dort würden mich ihre Worte nie erreichen können.
Es ist das selbe wie immer. Die selben Vorwürfe. Der selbe Streit. Dieselbe scheisse wie seit so vielen Jahren schon. Und doch ist es anders, irgendwie. Neue Vorwürfe, neue Schuld, die so noch nicht ausgesprochen wurde.

Was meine Mutter mir seit langem vorwirft:
Ich mache die Familie krank und kaputt. Wegen mir hat keiner hier ein schönes Leben. Ich mache meinen Vater krank, und es tut ihm weh mich anzusehen, wie krank ich bin. Ich will nicht erwachsen werden. Dass ich sie hasse. Dass ich mein Leben nicht auf die Reihe bekomme. Dass ich psychisch krank bin.
All das höre ich so oft. Und es tut weh. Jedes mal tut es weh. Wie Giftpfeile die direkt in mein Herz treffen. Es tut nie weniger weh. Könnte man nicht eigentlich meinen, dass ich mich nach so vielen Jahren an all den Hass und die Ablehnung und Vorwürfe usw gewöhnt haben sollte? Habe ich aber nicht...vielleicht kann man das nicht, sich daran gewöhnen..
Es mag wohl stimmen, dass ich psychisch krank bin. Aber nicht einfach so, ich bin krank geworden mit der Zeit..mich hat das alles krank gemacht. Aber das interessiert niemanden. Natürlich nicht, bin ja nur ich. Und es stimmt nicht, dass ich sie hasse. Sie hasst mich. Und der Rest, ist das wirklich meine Schuld? Kann das meine Schuld sein? Kann das überhaupt die Schuld von irgendjemandem sein?

Was sie heute gesagt hat:
Dass es meine Schuld ist dass sie krank ist. (Sie ist wirklich krank, dauernd beim Arzt und hat in ein paar Tagen die vierte OP dieses Jahr). Dass es meine Schuld ist. Weil niemand weis, woher ihre körperlichen Krankheiten in den letzten paar Jahren, vor allem dem letzten Jahr, gekommen sind. Weil das psychisch bedingt ist dass sie krank geworden ist, weil sie psychisch so einen Stress hat wegen mir. Wegen dem ganzen Streit und allgemein der Situation zuhause. Dass es meine Schuld ist dass sie so krank ist. 
Das hat sie gesagt. Zum ersten Mal so direkt. Angedeutet hat sie es schon öfters mal. Aber kann ein Mensch wirklich etwas dafür, wenn ein anderer krank wird? Kann das überhaupt möglich sein? Kann das wirklich meine Schuld sein? Schuld. Das ist das Wort, um das es viel zu viel geht, in diesem Haus. Auch wenn es selten direkt angesprochen wird. Und sobald ich es im Streit erwähne, dass das alles doch nicht meine Schuld sein kann, dann bekomme ich als Antwort, dass es nicht um Schuld geht. Aber meistens geht es doch darum. Eltern sind verlogen, sie sagen das was ihnen gerade in den Kram passt und biegen sich ihre eigenen Wahrheiten zurecht. Egal was ich auch wie in Worte fasse bei einem Streit, es heißt immer dass es darum nicht geht. Aber um was geht es denn dann? Das kann mir dann auch keiner sagen. Alle tun so, als würde ich nie etwas verstehen. Aber das ist nicht wahr. Die anderen verstehen nicht. Sie verstehen mich nicht und haben auch nie versucht mich zu verstehen. Ich bin diejenige, die kaputt geht und kaputt gegangen ist in all diesen Jahren. Ich bin diejenige, die stundenlang in ihr Kissen weint und einfach nicht mehr weiter weis. Ich bin das Kind, das keiner so haben will wie es ist. Ich bin das Kind, das schuld daran ist dass die Familie kaputt ist und keine Familie ist. Zu viel Schuld. Immer nur schuld. Wie viel ist wirklich meine Schuld? An wie viel kann man Schuld sein in einem einzigen Leben?

Mir ist kalt. Mir ist eiskalt. Ich kann nicht aufhören zu zittern. Sehe es immer noch vor mir. Ich und sie in der Küche. Was gesagt wurde heute. Was sie zu mir gesagt hat. Ich habe richtig Gänsehaut gekriegt.
Als sie dann noch sagt: Der Kühlschrank ist voll und dass genug zu essen da ist für die nächste Zeit. Falls sie nicht mehr wiederkommt. Weil es keine ungefährliche Operation ist.

Dienstag, 26. Juni 2012

Neues Design

Ich habe mein Blogdesign komplett neu gestaltet, denn irgendwie brauchte ich mal eine Veränderung ;)
Wie findet ihr es?



Ansonsten ist alles gleich geblieben, die Tage ziehen vorbei und es berührt mich einfach nicht. Ich lebe in einer Seifenblasenwelt, die aus meinen Gedanken gewebt ist. Und meinen Ängsten und Wünschen. Vor allem aus den Ängsten. Ich kann nicht entkommen, nicht davonrennen. Die angst beherrscht mich, beherrscht meinen Körper, jagt mich bis in meine Träume. Ich habe vor so vielen Dingen Angst.
Angst vor meinen Erinnerungen.
Angst vor dem wie es weitergeht. Der Zukunft. Ob es weitergeht.
Angst vor meinen Träumen.
Angst allein gelassen zu werden.
Ich weine stundenlang, manchmal so lange bis ich erschöpft doch einschlafe. Oft bleiben meine Augen trocken, aber ich weine dennoch, innen drin, Tränen die niemals nach aussen dringen.
Psychisch ist mein Leben eine Achterbahnfahrt, aber eine bei der es immer nur bergab geht. Körperlich geht es mir auch immer schlechter. Es geht mir gar nicht gut. Ich weis das. Aber ich weis nicht was ich machen soll. Darum versuche ich nicht darüber nachzudenken. Ich weis einfach nicht mehr weiter.
Ich wünsche mir Schnee. Wünsche mir eine verschneite Wiese, in die ich mich fallen lassen kann und warten, bis die kalten weissen Flocken aus dem Himmel mich vollständig zugeschneit haben.
Blöd nur, dass gerade Sommer ist.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Die Welt ist ewig, aber wir selbst sind es nicht. Die Angst, Menschen zu verlieren, die einem wichtig sind, ist so gesehen nur natürlich.
Es geht so vieles verloren. Und die Zeit vergeht. Wie ein ewiger Kreislauf, ohne Anfang, ohne Ende. Ohne Sinn.
Auch der Wunsch nach Freundschaft und Zuneigung  ist nur natürlich, ein menschliches Bedürfnis, der Wunsch nicht mehr allein zu sein ist zwar nur eine Illusion, aber dennoch eine gute um die Wirklichkeit ertragen zu können.
Aber die Angst, die bei mir langsam schleichend aufsteigt, wenn ich glaube Menschen gefunden zu haben, die mich so mögen wie ich bin, wenn ich glaube Freundschaft gefunden zu haben, diese Angst ist glaube ich nicht normal. Es ist einfach die Angst wieder verletzt zu werden, wieder allein gelassen zu werden, wie bisher immer. Aber je mehr mich die anderen kennen lernen und je mehr ich von mir erzähle und preisgebe, desto größer wird die Angst. Das ist doch nicht normal, oder? Aber ich kann nichts dagegen tun.

Ich habe nichts mehr zu sagen, obwohl es viel zu viel zu sagen gibt. Das bleibt jedoch alles in mir. Ich bin zu traurig, zu depressiv, es geht mir körperlich gar nicht gut. Ich bin richtig krank mittlerweile, es ist schlimmer geworden.  Ich verbringe die Tage, bringe sie irgendwie hinter mich, und realisiere kaum dass die Tage und Nächte vergehen. An manchen Tagen kann ich mich kaum bewegen, alles ist zu anstrengend und tut weh, und dann liege ich stundenlang nur im Bett, doch schlafen kann ich nicht. Ich habe mein Zeitgefühl verloren. Ich habe alles verloren. Meine Träume sind so fern, zu unerreichbar. Früher waren sie näher und ich konnte sie zumindest noch träumen, auch wenn ich schon immer wusste dass sie niemals wirklichkeit werden. Aber jetzt ist da gar nichts mehr in mir. Außer einer Flut von ungeweinten Tränen und so große Leere, dass es richtig weh tut sie zu fühlen. Aber sie ist da. Immer. Frisst mich langsam von innen aus. Dunkelheit die in mir wohnt. Ein Träumermeer zerbrochen und in tausend Tränen vergossen.

Traurigkeit malt dunkle Schatten über die Welt. Ich sehe sie mit anderen Augen als die meisten anderen Menschen. Ich bin nur noch ein Geist, eine Erinnerung. Fahles Licht scheint durch mich hindurch und Sonnenstrahlen berühren mich nicht mehr. Ich bin da ohne wirklich da zu sein. Ich bin nicht von Bedeutung, genauso wenig wie das Leben und die Welt mir noch von Bedeutung ist. Alles verblasst und verschwimmt. Wenn ich versuche mich an etwas zu erinnern, an ein Gespräch oder ein Ereignis  Beispiel, taucht manchmal der Gedanke auf: Wann war das nochmal?  Und das nachdenken geht so langsam, strengt mich an, und ich denke mir: Das ist doch nicht wichtig.
Denn das ist es wirklich nicht. Ob es vor ein paar Wochen oder Monaten war spielt keine Rolle. Die Zeit vergeht und geht weiter, aber meine Zeit steht schon seit langem still. Ich bin da. Mehr nicht.

Dienstag, 8. Mai 2012

Zu viel Angst

~ I'm just a little girl
lost in the darkness ~

Die Angst ist wieder da, ist immer und immer da. Wie ein dunkler Begleiter, auf ewig an mich gebunden solange mein Herz schlägt. Manchmal spüre ich sie so deutlich, liege stundenlang schlaflos in meinem Bett, mein Herz schlägt schnell, zu schnell. Die Gedanken rasen durch meinen Kopf. Die Szenarien spielen sich in meiner Erinnerung und meiner Vorstellung immer und immer wieder ab, wie ein endloser Film. Kein Anfang. Kein Ende.
Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals anders war. Ich kenne kein anderes Leben. Immer schon zu viel Angst. Und ich habe nie gelernt wie ich wirklich damit umgehen kann.
Ich liege weinend und zitternd in meinem Bett, unter der Decke und die Arme um mich selbst geschlungen, meine eiskalten Finger spüren die Knochen an meinen Schultern unter der Haut und ich wünsche mir, dass jemand da ist und mich festhält und mir sagt dass alles wieder gut wird. Auch wenn ich weis, dass das Unsinn ist und dadurch nichts gut wird, wünsche ich es mir trotzdem. So sehr. Denn es tut alles so weh. Leben tut weh. Schon immer. Ich wünsche mir, nicht mehr allein zu sein. Ich kann das alleine einfach nicht schaffen, kann das Leben allein nicht schaffen. Aber es ist keiner da. Ich bin allein. Ich war schon immer allein. Warum also sollte sich jemals etwas daran ändern? Ich weis einfach nicht mehr weiter. Für mich wird sich nie etwas ändern. Ich bin allein.



Manche Menschen haben Angst davor zu sterben. Weil dann alles vorbei ist bzw zumindest das Leben wie man es bisher kannte vorbei ist. Weil es nun mal ein Ende ist. Weil es weh tun  könnte.
Ich finde all diese Gedanken tröstlich. Nicht mehr da sein müssen, nicht mehr ich sein müssen, nicht mehr denken müssen, sich nicht mehr erinnern müssen. Einfach aufhören zu existieren.
Ich weis nicht, ob sterben weh tut, ich bin noch nicht gestorben. Aber eines weis ich sicher: Leben tut weh.
Mehr als sterben es je könnte.


Sonntag, 29. April 2012

Verletzlichkeit und Vertrauen

Warum gibt es diese Tage, an denen man sich noch viel verletzlicher und zerbrechlicher fühlt als sonst? Es fühlt sich an, als würde all das was sonst in mir drin ist, an der Oberfläche liegen, und ist somit gar nicht mehr geschützt. Da reicht dann schon das allerkleinste Wort, ein Satz der vielleicht gar nicht mal so gemeint war, und ich habe das Gefühl gleich heulen zu müssen. Es tut einfach alles viel zu weh. Ich kann das Leben nicht mehr mit denselben Augen sehen, wie andere Menschen. Bei mir liegt ein Schatten über allem, auch über die schönen Dinge des Lebens, die es ja trotzdem gibt, zieht sich ein dunkler nebliger Schatten. An solchen Tagen merke ich das erst so richtig. Wie viel bei mir nicht mehr stimmt. Beziehungsweise dass bei mir gar nichts mehr stimmt.




Ich habe in meinem Leben lange Zeit nie richtige Freundschaft kennen gelernt und auch nie, was Vertrauen bedeutet. Ich habe immer nur Angst und denke zu viel nach. Wieso kann ich Menschen nicht vertrauen? Wieso habe ich immer und immer wieder Angst, dass meine Zuneigung nicht erwidert wird, dass mein Vertrauen in die falschen Personen irgendwann enttäuscht wird, dass meine Freundschaft wieder nur ausgenutzt wird, dass mich irgendwann alle nicht mehr leiden können? 
Denn bisher war es immer so. Irgendwann lässt einen jeder allein. Irgendwann will jeder nichts mehr von einem wissen, auch wenn man gar nichts gemacht hat. 
Ich habe viel zu viele schlechte Erfahrungen machen müssen, daher habe ich nun einfach Angst davor. Angst, leichtfertig Vertrauen zu schenken und von  Freundschaft zu denken, wenn es wieder nur eine Illusion ist. Und gleichzeitig wünsche ich mir nichts mehr als das.
Die Vergangenheit hindert mich daran, dass die Zukunft vielleicht anders werden könnte. Weil ich zu viel Angst vor dem Negativen habe, lasse ich das Positive nicht nah genug heran. 
Mein Leben besteht beinahe nur noch aus Angst. Ich habe oft Angst vor den einfachsten Dingen, habe Angst vor meinen Erinnerungen und manchen Gedanken, die ich nicht denken will. Ich habe Angst davor, dass alles noch schlimmer bzw. nie besser wird. Ich habe Angst, was mit mir passiert wenn meine Eltern mich wirklich rausschmeissen, habe Angst vor anderen Menschen, habe Angst vor so vielem, vor allem davor wieder enttäuscht zu werden, dass mir wieder weh getan wird.
Dabei sollte man sich doch irgendwann daran gewöhnt haben. Doch jedes Mal tut es wieder weh, so weh..Man kann sich einfach nicht daran gewöhnen. Oder vielleicht hindert mich die verzweifelte Hoffnung, die irgendwo im Hinterkopf noch bei mir ist, mich daran zu gewöhnen.
Am meisten Angst habe ich davor ständig Angst haben zu müssen.
Ich bin einfach nicht mehr fähig zu leben. In mir ist zu viel kaputt. Ich bin zu kaputt, psychisch krank. Die einfachsten Dinge, die ich tagtäglich auf den Straßen, im Leben sehe, erinnern mich an zu viele schlimme Dinge, an die ich mich nicht erinnern will. Das hindert mich daran, wirklich zu leben. Denn es fühlt sich an, als würde ich immer tiefer in der Dunkelheit versinken und keiner ist da, der mich versteht und der mir hilft. Ich bin allein und bin es immer gewesen. Denn es gibt nichts anderes. Man ist immer allein. Das ist die Wahrheit und alles andere ist nur eine Illusion, die die dunkle Wirklichkeit mit einem farbenfrohen Schleier bedeckt. Doch die Dunkelheit liegt darunter. Und Menschen wie ich, die zu viel davon gesehen haben, können nicht mehr so leben wie andere es können..

Montag, 16. April 2012

~ I'm scared and I'm lost. 
To me, life means nothing.  
I'm waiting for the day 
I wake up and realize 
that all was just a bad dream... ~




Warum? Warum habe ich so große Angst, vor dem Leben, meinen Erinnerungen und davor, dass die Menschen die mir etwas bedeuten, die Freunde geworden sind und die ich als einzigste zumindest ein wenig hinter meine gläserne von Rissen durchzogene Schutzmauer blicken lasse,  mir wieder weh tun, mich alleine lassen und sich herausstellt dass ich ihnen nie etwas bedeutet habe? Ich habe Angst davor, wie vor so vielem anderen.
Ich habe Angst vor den Erinnerungen, die mich immer wieder einholen. Angst vor den Alpträumen in der Nacht. Den ewig kreisenden Gedanken. Und den schlaflosen Nächten, in denen ich nichts mit mir anzufangen weis. Und ich habe Angst vor den Tagen, die sich meist wie Kaugummi in die Länge ziehen, und ich selbst mich so fehl am Platz fühle. Vor allem zwischen Menschen, weil ich tief in mir weis, dass ich schon längst nicht mehr dazu gehöre.
Habe Angst, dass Leute zu hohe Erwartungen an mich stellen, oder erwarten dass ich ihre Erwartungen erfülle. Doch ich kann und will das nicht. Nicht mehr, denn das zu versuchen habe ich schon vor längerer Zeit aufgegeben..weil es sinnlos und vergeblich war.
Ich habe auch Angst vor mir selbst, bzw vor dem was ich geworden bin. Weil ich eben im Grunde gar nichts bin. Weil ich nutzlos und wertlos und für gar nichts gut genug. Weil ich mich einfach nur leer fühle. Weil jemand wie ich existiert ohne dass es einen Sinn dafür gibt, ohne dass es eine Zukunft für mich gibt.
Ich weis nicht, wie ich enden werde. Eines Tages in naher oder fernerer Zukunft. Aber eines ist sicher, ich werde sterben. Doch vor dem Sterben habe ich keine Angst, es kommt mir eher wie ein Versprechen vor, dass ich endlich alles vergessen darf, dass ich nicht mehr denken muss, nicht mehr ich sein muss, gar nichts mehr sein muss.
Ich werde wohl irgendwie irgendwann teil einer Statistik werden. Nur ein weiterer Selbstmord. Oder nur ein weiteres Mädchen, das an den Folgen der Essstörung stirbt. Nur ein weiteres Mädchen, das kaputt gegangen ist, das das Leben nicht mehr ertragen hat und keinen Ausweg mehr gesehen hat. Irgendetwas in der Richtung.
Ich weis, das klingt falsch, aber das macht mir keine Angst. Sterben tun wir alle sowieso. Was macht es da also für einen Unterschied, ob früher oder später, wenn man selbst kein Leben hat, das lebenswert ist, wenn man keinen Grund hat, keinen Sinn, gar nichts. Nur Angst und Traurigkeit und Leere.
Neue Schnitte. Ich musste fühlen, dass es mich noch gibt, dass ich noch da bin, tatsächlich noch lebe. Denn es fühlt sich nicht so an.

Montag, 5. März 2012

Alone in the dark...where are the wings to lead me through the veil?

~ I tell you my secrets -
and all you do
is telling me lies ~


Ich hab Angst. Jedes Mal wenn ich jemandem etwas über mich erzähle. Weil ich mir nie sicher sein kann ob ich anderen vertrauen kann. Weil man den anderen, je mehr man über sich selbst preisgibt, umso mehr Möglichkeiten gibt einen zu verletzen. Und daran bin ich dann selbst Schuld, weil ich leichtfertig vertrauen geschenkt habe, mich an diese Hoffnung geklammert habe, dass es nicht wieder enttäuscht wird. 

Außerdem habe ich Angst, dass die anderen mich irgendwann nicht mehr verstehen, je mehr sie von mir erfahren. Mich irgendwann einfach nicht mehr verstehen können, weil es zu viele Dinge in mir gibt, die niemand verstehen kann. Zu viel Dunkelheit. Zu viel Traurigkeit. Zu viele depressive Gedanken, die "normale" Menschen nicht verstehen können. 

Bisher wurde ich von jedem entweder irgendwann enttäuscht oder benutzt oder einfach nur allein gelassen. 
Und trotzdem verschwindet diese Hoffnung nicht. Aber genauso wenig verschwinden die Tränen.
Ich weis einfach nicht, was ich machen soll. Für jemanden wie mich gibt es einfach kein zurück mehr. Ich werde niemals so sein und so leben können wie andere. Dafür bin ich zu kaputt. Ich bin das geworden, was die Menschen aus mir gemacht haben. Und was vielleicht schon immer in mir war.
Ich bin kaputt aber das kann man mir nicht allein vorwerfen wie manche es tun. Ich hab mich nicht selbst zerstört. Ich wollte immer glücklich sein, hab mir das so sehr gewünscht...und andere so sehr darum beneidet...

Ich bin unfähig zu leben. Glück ist für mich nur eine Illusion, nur ein ferner Traum den Träumer träumen die keine wahren Träumer sind, sondern Menschen die es schaffen zu leben.
Aber ich bin auch unfähig zu sterben. Ich höre nicht einfach auf zu atmen und löse mich in Nebelwolken auf nur weil ich mir das wünsche. Ich bleibe da, in einer Welt in die ich nicht gehöre, und spüre bei jedem Herzschlag, jedem Atemzug, wie weh es tut. Zu leben ohne zu leben. Einfach nur noch zu existieren. In keine Welt zu gehören, innerlich nicht mehr lebendig sein, aber äußerlich noch lange nicht tot genug um endlich irgendwo unter der Erde vergraben zu werden und langsam vergessen zu werden, da ich selbst dann endlich alles vergessen kann...

Tot sein kann ich nur wenn ich mich umbringe..Aber ich bin mir nicht sicher ob ich wirklich sterben will..
Ich hab das Gefühl, all der Gedankenwirrwar, das ständige Nachdenken das sich nur im Kreis dreht, die Erinnerungen die mich nicht loslassen, die Gefühle die zu viel für mich sind, alles was ich einfach nicht mehr ertragen kann, bringt mich eines Tages um. So fühlt es sich an. Welch Ironie.

Samstag, 3. März 2012

Gedankenkarussell

~ I`m scared.
Scared of my own fear,
my own thoughts, my wish, my scars,
my own broken wings and wounded soul.
When I look back
there is too much I want to forget.
When I look forwards
I can't see through the darkness and mist.
Where is the end? ~




Meine Gedanken drehen sich mal wieder im Kreis. Ich weis einfach nicht mehr was ich machen soll..ich weis, das schreibe ich dauernd, aber ich dreh mich zur Zeit eben einfach nur im Kreis ohne irgendwie in irgendeine Richtung vorwärts zu kommen, sei es nun im Positiven oder Negativen..
Zu viele Erinnerungen an die ich mich nicht erinnern will...zu viele Gedanken die ich nicht denken will..zu viele Gefühle die ich am liebsten einfach nur ausschalten würde...

Und dann die Tatsache, dass ich einfach nicht weis was ich will. So weitermachen wie jetzt geht einfach nicht, ich bin kaputt körperlich und vor allem psychisch. Ich halte dieses Leben so einfach nicht mehr aus.
Ich will einfach nur verschwinden. Unsichtbar werden. Nichts mehr denken müssen. Irgendwo zwischen Nebelschleiern eintauchen und vergessen werden um selbst vergessen zu können...

Aber will ich wirklich sterben? Ich weis es nicht. Ich weis es einfach nicht.

Leser ♥

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