Posts mit dem Label Sinnlosigkeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sinnlosigkeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 9. Dezember 2012

Human life is a senseless dream

Dunkelheit. Traumbilder, die mich auch nach dem Aufwachen nicht loslassen. Zuhause wird es immer, ich ertrage selbst die Blicke meiner Eltern nicht. Mir ist eiskalt, dauerhaft eiskalt, egal was ich versuche, wie viele Sachen ich mir übereinander ziehe, mir wird nicht wärmer. Die Kälte frisst sich durch mich hindurch, nistet sich in meinen Knochen ein. Mein Körper tut weh. Mein Herz tut weh, als könnte es sich nicht entscheiden, ob es weiter schlagen soll oder doch nicht. Ich fühle mich alles andere als gesund. Ich ertrage mich selbst nicht, stehe vor dem Spiegel und kann dieses Mädchen darin nur hassen. Ich schleppe mich durch die Tage, ertrage es nicht im Unterricht zu sitzen, ertrage aber auch die Einsamkeit nicht, die mich überallhin begleitet. Ich fühle nur Leere, und fühle nichts. Ob ich wach bin oder schlafe verliert sich in einem grauen Nebelschleier. Alles zieht vorbei, nur ich bewege mich nicht. Verdrängte Erinnerungen kommen wieder hoch, lassen mich nicht los. Ich stoße stumme Schreie aus, doch nichts geschieht. Nur Blut das im Abfluss zu Wasser zerfließt. Was ist Leben? Alles was von Menschen am Ende übrig bleibt, ist ein Haufen nichts.

Willkommen in meinem Leben.

Freitag, 7. Dezember 2012

Fragenkarusselle, die nur in meinem Kopf existieren

Wo ist die Wirklichkeit, die ich niemals empfand? Die Realität, nicht Scheinwelten und Illusionen, ist es, das uns zeigt, wer wir wirklich sind. Doch wer bin ich? Ich fühle mich nicht wirklich. Fühle mich nicht echt. Ich will fühlen, dass ich da bin, dass es mich gibt, denn diese Leere und Sinnlosigkeit, diese Gefühllosigkeit, ertrage ich nicht. Ich fühle mich nicht wirklich. Kann etwas, das nicht wirklich ist, dennoch existieren?
Ich wünsche mir zu verschwinden, und habe zugleich das Gefühl ich bin schon längst nicht mehr da. Ich scheine nur aus Widersprüchen zu bestehen. Keine Logik im ganzen. Da auch kein Sinn vorhanden ist. Kann es ohne Sinn irgendeine Form von Logik geben in dieser Welt, diesem Leben?
Kann dieses Leben mir einen Sinn geben, wenn diese Welt keinen hat? Warum schlafen all die guten Träume in der Welt des Vergessens, während sich aderschwarz und blutig rot die Alpträume durch meine Gedanken und Erinnerungen ziehen?
Wo ist der Himmel, den ich mir wünsche, wo ist das blau, das den Vögeln ihre Flügel verleiht? Wo ist die Wärme, die den Schneeflocken ihre Schönheit lässt? Wo ist der Tod, der nicht an Türen klopft, wo ist das Ende, das ich nicht sehe?
Kann es ein Ende geben, wenn es keinen Anfang gab? Kann es im Tod ewige Ruhe geben, wenn man sie im Leben nicht kannte? Man kann nicht jemand anders werden im Leben. Doch kann ich jemand werden, wenn ich niemals ich selbst war? Kann ich ich selbst werden, wenn ich niemals jemand war?
Kann es eine Zukunft geben, wenn die Vergangenheit niemals vorbei ist? Kann man in eine Zukunft sehen, wenn man in der Vergangenheit festhängt, kann man in eine Zukunft gehen, wenn die Gegenwart wie eine Endlosschleife immer wieder von vorne abläuft?
Kann man Träumen, in einem tiefen dunklen Meer? Kann man jemals leben, wenn man nur sterben auf Raten kennt?

Samstag, 24. November 2012

Gefangenes Spiegelmädchen in eigenen dunklen Gedankenwelten

Ein Lächeln auf den Lippen des Mädchens, das mir aus dem Spiegel in die Augen sieht. Doch es ist kein fröhliches Lächeln. Nichts kann ich dagegen tun, gar nicht, der Selbsthass kommt in Wellen, kommt wie Wind und Sturm. Hass auf dieses Wesen, das ich bin. Dieses dumme Kind, diesen schlechten Menschen, dieses Mädchen, das irgendwo zwischen Leben und Sterben umherirrt, in einer Welt gefangen, die nur in ihrem Kopf und ihren Gedanken existiert, dieses Mädchen, das falsch ist in dieser Welt. 
Dunkle Gedanken hängen in den Wolken über meinem Kopf, senken sich auf meine Welt, nehmen mir die Luft zum atmen, lassen mich in einem Meer aus Tränen ertrinken, die ich nicht weinen kann.
Ich stehe vor dem Spiegel. Und will dieses Ding töten, das darin eingesperrt ist. Dieses Ich, das mich festhält in einer Zeit, die schon längst von der Zukunft eingeholt wurde, doch diese Zukunft gab es nie für mich. Ich stehe noch immer irgendwo in der Vergangenheit. Ich kann nicht nach vorne blicken, sondern nur zurück. Als hätte ich meine Augen auf der falschen Seite. Schatten sind Schatten der Ewigkeit. Sie lassen einen niemals los.

Zu verletzlich. Ich bin viel zu verletzlich. Ich habe keinerlei Schutz, es ist viel zu leicht mir weh zu tun. Es reicht oft schon ein Wort, eine kleine Erinnerung, eine Situation, eine Beobachtung, und schon öffnet sich in mir eine der vielen Türen in mir, hinter denen ich die dunklen Erinnerungen verschlossen halte, verdrängt. Und dann bin ich machtlos. Die Tür fliegt mit einem Knall auf, und ich habe nicht die Kraft, sie wieder zu schließen. Ich stehe da, bewegungsunfähig, während all die Gefühle und Gedanken durch mich fließen, als wäre es nie vorbei sondern geschieht in diesem Moment. Egal wie lang es auch her ist, auch wenn es viele Jahre sind, das spielt keine Rolle. Erinnerungen holen die Zeit zurück. Egal wie viel Zeit auch vergeht, es ist nie genug. Es tut weh. Immer und immer wieder aufs neue. 
Menschen verletzten andere, verletzen mich, denn jeder trägt Messer aus Worten mit sich herum, und die meisten werfen leichtfertig damit um sich, und es ist ihnen egal wenn sie damit treffen. Manchen macht es Spaß in alte Wunden zu stechen, die nie verheilt sind.

Brennende Narben zeigen mir dass ich noch lebe. Dass ich da bin, dass ich nicht nur eine Erinnerung bin, die übrig geblieben ist weil sie vergessen wurde. Ein seltsames Lächeln. Ein Mädchen, das mir so fremd erscheint. Wer oder was bin ich? Wer oder was würde ich gerne sein? Fragen, auf die es keine Antwort gibt. Wie soll ich an eine Zukunft glauben, wenn ich mich selbst irgendwann auf diesem langen Weg verloren habe? Wenn ich das verloren habe, was man zum leben braucht, sodass sich leben von überleben unterscheidet, bzw. wenn ich das niemals hatte. Wenn mir das, was andere haben, schon immer fehlt, dann ist es kein Wunder dass ich andere Menschen schon seit ich mich erinnern kann um diese Leichtigkeit beneide, diese Fröhlichkeit, die Hoffnung die sie antreibt, und das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Ich habe mich immer gefragt, wie andere es schaffen zu leben ohne zu verzweifeln und sterben zu wollen. Doch andere kennen wohl diese Leere nicht, die Depression und Traurigkeit, die wie ein grauer Nebelschleier über allem hängt und der Welt de Farben entzieht. Auch wenn ich heute Dinge verstehe, die ich früher als ich klein war nicht verstanden habe, so ist es doch das selbe geblieben, es hilft mir nicht zu verstehen, da ich all das andere noch immer nicht verstehe, da ich am Leben verzweifle. Der Wunsch wirklich zu leben statt nur zu existieren ist da, doch genauso die Frage, was "richtig zu leben" eigentlich ist und wie das geht. 
Ich bin die selbe geblieben. In all den Jahren. Und ich werde wohl niemand jemand anders sein können. Wenn in meinem Kopf all die Stimmen flüstern, wenn die Gedanken über mir hereinstürzen, wenn die Dunkelheit in mir mich zu verzehren beginnt, so bin ich gefangen in meinem eigenen Kopf, eingesperrt in meinem eigenen Körper. Aus der Dunkelheit der eigenen Gedankenwelt gibt es kein entkommen. Da führt kein Weg mehr zurück, wenn man sich einmal in dieser Dunkelheit verlaufen und verloren hat.

Ich weis, dass es schlechte und etwas bessere Tage gibt. Auch wenn die besseren sehr selten sind. Und dann gibt es noch diese anderen Tage. Die gefühlsmäßig den absoluten Tiefpunkt darstellen. 
Das was ich habe, kann man nicht Leben nennen. Es ist langsames Sterben, das sich ein Leben lang hinzieht. Auch wenn es ein recht kurzes Leben ist, so kommt es mir selbst vor wie eine Ewigkeit. Viel zu lang.

Ich bin allein und voller Ängste, die die Dunkelheit nur weiter nähren. Ich will weinen, doch ich kann es nicht. Ich sitze da und starre ins Leere, starre hinaus in die Welt, doch ich sehe sie nicht. Mein Blick ist nach innen gekehrt, ich sehe ganze Welten, die sonst keiner sieht. 
Ich habe Angst. Angst vor den Träumen. Angst vor den Erinnerungen und Gedanken. Angst davor einzuschlafen. Angst, am nächsten Morgen wieder zu erwachen.

Meine Tage versinken in Sinnlosigkeit, gehen irgendwo im Strom der Zeit unter. Ich bin so teilnahmslos, alles zieht einfach nur vorüber. Als wäre mein Leben nur eine Zugfahrt. Und keine bei der es sich lohnt auch nur aus dem Fenster zu sehen. 

Ich fühle mich allein. Allein mit all den Gedanken in mir, die auch Gesellschaft nicht vertreiben kann. Diese Art von Einsamkeit, die dem Gefühl von Kälte gleicht, die sich im eigenen Körper eingenistet hat, und einen Wärme von außen nicht länger spüren lässt.

Ich weis nicht mehr weiter. Weis nicht was ich noch tun soll. Fühle mich, als würde ich am Abgrund stehen kurz vor dem Fall, oder schon einen Schritt weiter, ohne es bereits registriert zu haben.

Dienstag, 13. November 2012

dunkle Spiegelschatten und Gedankengeister

Dunkelheit. Wohin ich auch gehe, denn die Dunkelheit ist in mir. Lässt mich nicht schlafen. Quält mich mit all den Bildern meiner Erinnerung. Lässt mich nicht los. Lässt mich niemals los.
Spiegel können die Türen zu anderen Welten öffnen, doch man selbst kann sich auch im Spiegel verlieren. Wenn ich in den Spiegel blicke, dann sehe ich mein eigenes, müdes Gesicht. Meine langen, hellen Haare, meine Augen, die mich daraus anblicken. Der Blick des Spiegelmädchens ist so leer.
Ich sehe ein Mädchen, das mir selbst fremd ist. Sehe mich selbst, sehe meinen Körper, und spüre deutlicher denn je wie sehr ich mich selbst hasse. Am liebsten würde ich den Spiegel zerschlagen, um das Wesen, das ich bin, nicht länger ansehen zu müssen. Will das Spiegelbild zerstören. Will all die Erinnerungen auslöschen, all die Traurigkeit und den Schmerz, will dieses Leben vergessen.

Meine Welt ist grau und dunkel. Und sie ist so leer. Sinnlosigkeit liegt wie ein schwerer Mantel über allem gebreitet und nimmt mir die Luft zum atmen. Ich habe tausende Fragen. Tausend "Warum?!" spuken mir in blutig roter Leuchtschrift durch den Kopf. Tausend Fragen. Tausende und abertausende Gedanken, durch meinen Kopf rasend, niemals halt machen, und nicht merkend,dass sie sich selbst nur im Kreis drehen. Keine Wände, keine Ruhe, kein Schlaf, der zumindest für eine kurze Weile das Chaos und all die Gedanken in mir zum verstummen bringt. 

Rote Schlieren mischen sich mit Wasser und werden fortgespült. Schon wieder ein Spiegel, dieses Mal der im Bad. Ich schaue schnell weg. Verlasse das Bad. Um in die Stille und Einsamkeit des Hauses zurückzukehren, das mir im sterbenden Licht des Tages leerer denn je vorkommt. Dunkelheit kriecht durch die Fensterscheiben über den Boden, die Schatten werden länger und dunkler. Ich habe keine Angst vor der Dunkelheit, die habe ich schon lang nicht mehr. Was mir Angst macht ist die Stille, die Leere. 
Ich weis selbst nicht mehr, was ich eigentlich will. Ich will gar nichts mehr. Ich weis gar nichts mehr. Ich bin verwirrt, verloren, allein.
Wenn meine Eltern zuhause sind, fühle ich mich genauso verloren und einsam wie an Tagen, wenn sie nicht da sind. Doch heute, wo sie nicht da sind, treibt mich diese Innere Unruhe dazu, ziellos von einem leeren Raum in den nächsten zu gehen, ohne zu wissen, was ich dort eigentlich will. Ich hasse mich, hasse mich mehr denn je. Dieses Leben, das im Grunde keines ist. Ich fühle mich tot, fühle gar nichts mehr. Bin nicht einmal sicher, ob es mich überhaupt noch gibt. Vielleicht bin ich selbst ja schon lang nicht mehr da, bin schon lange weg und habe es nur selbst noch nicht gemerkt. Oder mein Kopf voller kranker Gedanken hat sich mich selbst ausgedacht, und ich bin nur eine Illusion in meiner eigenen Gedankenwelt. 

Zwischen all den Menschen fühle ich mich so falsch. Fühle mich noch viel fremder und noch viel falscher. Sehe lachende Gesichter, höre Worte, die an mir vorbeigehen wie ein unendlicher Fluss. Sehe Bewegungen die sich in tanzenden Lichtern vor meinen Augen abspielt. Sehe die Welt, die nicht stillsteht. Und fühle mich selbst nur umso falscher, weil ich die einzige bin, die stillsteht. Die stehen geblieben ist und niemals weitergehen wird. Wie eine kaputte Uhr, die man nicht mehr aufziehen kann. Kein Teil mehr des ewigen Zeitflusses. Irgendwo darin verloren gegangen, weil ich es nicht mehr geschafft habe, mitzuhalten.
Ich war nie stark genug. Nie. Wenn man nichts mehr zu verlieren hat, dann macht einen das stärker. Das habe ich schon oft gehört und gelesen, doch es stimmt nicht. Aus eigener Erfahrung weis ich, dass man trotzdem nicht stärker wird. Auch wenn man es sich wünscht. Es macht einen nicht stark, es macht einen nur noch mehr und mehr und mehr kaputt. Ich weis nicht, ob es irgendwas gibt, das einen stärker macht. Ich habe es nicht. Und ich glaube, dass ich es niemals haben werde. 

Warum tut es immer noch weh, nach all diesen Jahren? Warum habe ich mich nicht daran gewöhnt? Warum tut es jedes Mal aufs neue weh? Warum habe ich nicht gelernt damit umzugehen?...Ich bin müde. Müde von all den Gedanken, die durch meinen Kopf geistern, und mir keine Ruhe lassen...


Ich will den Himmel sehen
will auf Wolken stehen
im Glanz der Sterne gehen -
Ich bin ein Träumerkind
in weitem Meer und Wind
hab den Weg verloren
kann keinen mehr sehen,
kann allein nicht mehr stehen
hab keinen Weg zu gehen....

Sonntag, 11. November 2012

graue Wolkengedanken

Die Tage vergehen und fließen ineinander über, genau wie meine Gedanken. Nicht greifbar, sind irgendwo zwischen Himmel und Erde in den Wolken hängen geblieben. Zäh fließen die Stunden der Nacht dahin, kriechen wie schwarze Schatten über den Boden, lauern überall in der Dunkelheit. Einsamkeit. Angst. Kälte. 
Verloren.
Alles erscheint mir unwirklich, alles wirkt zugleich so fremd und schon einmal gelebt. In diesem Haus lauern die Geister der Vergangenheit überall, die Erinnerungen, die irgendwo in meinem Hinterkopf herumspuken, und die ich einfach nur vergessen will. Ich wohne hier zusammen mit Menschen, die eigentlich keine Fremden für mich sein sollten. Ich bin da und nicht da zugleich. Ich bin wie Nebel. Man kann ihn zwar sehen, aber wirklich existieren tut er nicht, denn man spürt ihn nicht, man nimmt ihn nicht wirklich wahr, nur am Rande des Bewusstseins.
Ich quäle mich durch die Tage. Versuche aufzustehen, wenn der Wecker klingelt. Versuche halbwegs pünktlich zu sein, versuche nicht mehr so viel Unterricht zu schwänzen. Versuche so zu tun, als würde es mir gut gehen. Ich bin eine Meisterin der Masken, lache und tue so, als wäre das alles ganz normal, als würde ich mich normal fühlen und nicht absolut fremd in dieser Schule, diesem Haus, dieser Welt und diesem Körper. Für die anderen bin ich jemand, die ich eigentlich gar nicht bin. 
Doch wer oder was ich wirklich bin, weis ich nicht. Jedes Mal würde ich das Mädchen im Spiegel am liebsten fragen: "Wer bist du?", denn es ist mir so fremd. 
Einzig der Blick des Spiegelmädchens ist mir vertraut. Gehetzt und unruhig, unsicher und verzweifelt. Es ist diese innere Unruhe, die mich zur Zeit antreibt. Diese Unruhe, die mich nicht still bleiben lässt, sondern mich trotz eisiger Kälte und Husten hinaus in die Dunkelheit der Nacht treibt.
In diesen Tagen fühle ich gar nichts. Spüre nur eisige Kälte. Kälte auf meiner Haut und Kälte in mir drin. Ich habe das Gefühl, nichts mehr zu wissen, langsam immer weiter verloren zu gehen, mich immer weiter selbst zu verlieren. Mein Leben verschwimmt in einem Meer von Bedeutungslosigkeit. Aufstehen und im Unterricht sitzen ist sinnlos. Warum tue ich es also? Weil zuhause sitzen genauso sinnlos ist. Auch nie mehr aufstehen ist sinnlos. In dunklen Gräbern ist es finster und kalt. Weder im Leben noch im Tod wartet irgendwo eine Antwort. Denn nach Antworten zu suchen, die es nicht gibt, ist ebenfalls sinnlos. Und doch ist das eines der Dinge, die den Menschen irgendwie im Blut liegen, eins der Dinge, die man nicht aufgeben kann, die man niemals aufhören kann, auch wenn einen der eigene Verstand zum tausendsten Mal daran erinnert, dass man sich nur wieder an den Scherben des eigenen Lebens schneiden wird.
An manchen Tagen fühle ich mich absolut leblos, tot. Wie eine Puppe oder eine Maschine laufe ich durch die Welt, durch meinen Tag. Ich funktioniere. Ich führe Gespräche, an die ich mich schon kurz danach nicht mehr erinnern kann, ich höre scheinbar dem Unterricht zu, doch die Worte kommen nicht einmal bei mir an. In mir herrscht Stille. Nur meine eigenen Gedanken füllen diese Stille aus und kreisen unaufhörlich durch meinen Kopf. 
Wenn ich einen Raum verlasse, ist es als hätte ich mein Gehirn irgendwo auf dem Tisch vergessen, denn meine Gedanken verselbstständigen sich, denken sich selbst weiter, während ich irgendwo bin, irgendwo stehe und gehe und das nicht einmal bewusst wahrnehme. Es ist, als müsste ich das Gehirn, und all die vielen Gedanken mühsam wieder einfangen, sie irgendwie dazu bringen zu mir zurückzukommen. Als müsste ich die Gedanken aus den Wolken fangen, weil sie sich hoffnungslos darin verfangen haben.
Es ist Herbst, und die Welt ist grau. Als wären mit den fallenden, bunten Blättern auch alle Farben verloren gegangen, weil die Menschen mit ihren Schuhen achtlos darauf getreten sind, und all die Farben vom Regen davongespült wurden...Meine Welt ist grau. Ich weis nicht, woher diese innere Unruhe kommt, die mich antreibt. Doch sie hält mich davon ab, mich hinzulegen und nie wieder aufzustehen. Denn ich bin müde. Körperlich müde und müde vom Leben.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

sinnlose Leere. leere Sinnlosigkeit.

Unruhige Träume begleiten mich durch die Nacht. Ein Erwachen in Finsternis, nur um dann festzustellen, dass ich noch immer im Traum gefangen bin. Ob ich wach bin oder schlafe, geht irgendwie ineinander über. 
Ein Herz, das schlägt und sich dann krampfartig zusammenzieht, ein kurzer stechender Schmerz. Bauchkrämpfe, Erschöpfung. Einschlafen. Die Decke rutscht halb vom Bett und ich zittere vor Kälte, als ich nur halb zugedeckt wach werde. Es ist Nacht, oder vielleicht auch schon sehr früh morgens, zumindest ist es dunkel. Ich habe Angst. Angst wegen den Träumen, aus denen ich gerade erwacht bin. Ich schlafe erneut ein. Bis mich der Wecker wieder aus dem Schlaf reisst. Die Nacht ist dunkel, doch auch der Tag ist nicht hell. Wie eine Marionette ziehe ich mich an und blicke in den Spiegel, während ich mich frage wer gerade an meinen Fäden zieht. 
Die Welt rauscht vorbei. Eingesperrt in die übervolle S-Bahn blicke ich sehnsüchtig nach draußen, blicke aus dem Fenster, wo die Welt in kurzen Farben des hereinbrechenden Morgens vorüberzieht. Alles verschwimmt, ich tauche ein in diesen tiefen Ozean, schwimme auf den verzerrten Bildern, der rasend schnell vorbeiziehenden Welt, und versuche nicht darin unterzugehen.
Die Sinnlosigkeit liegt wie ein dunkler, grauer Schatten über allem. Auch wenn Dinge mit dem Verstand und mit Logik erfassbar sind, heißt das nicht, dass sich dahinter auch irgendwo ein Sinn versteckt. Auch wenn man noch so lange sucht, und noch so klug ist, was nicht existiert kann man auch nicht finden. Und wenn man dumm ist, kann man erst recht nichts finden, erst recht nichts verstehen. Warum kann man für die einfachsten Dinge zu dumm sein, während man in absolut unwichtigen Dingen scheinbar ziemlich gut ist? Eine Frage ohne Antwort. Ein leises Seufzen eines Mädchen in einer S-Bahn. Ein resigniertes Ausatmen, das kaum die Scheibe beschlägt.
Allein. Ich fühl mich so allein. Ich spiele anderen eine Person vor, die ich nicht bin. Ich trage viele Masken. Doch wer oder was ich bin, das weis ich nicht. Was darunter liegt, kenne nicht einmal ich so wirklich. Und so langsam beginne ich daran zu zweifeln, dass überhaupt etwas darunter liegt. Vielleicht existiere ich gar nicht, vielleicht existiere ich nicht mehr, und habe es bisher nur noch nicht begriffen. 
Das ist Unsinn, sagt mein Verstand. Und trotzdem ist da diese Leere in mir, die nichts füllen kann, die niemand sehen kann, die keine Logik dieser Welt erklären kann.
Meine Augen tun weh. Ich bin müde. Nicht nur mein Körper ist müde, aufgrund des Schlafmangels. Auch mein Kopf ist müde, sich immer und immer wieder über die selben Dinge den Kopf zu zerbrechen; immer und immer wieder nach Antworten zu suchen, die man vermutlich gar nicht finden kann, weil es sie nicht gibt. 
Ich habe Angst. Ich fühle mich allein. Meine Finger streichen über das kalte Glas des Spiegels an meiner Wand. Vorsichtig, als würde das Glas sonst brechen, die Berührung ist kaum mehr als ein Windhauch. Ich blicke in das Gesicht des Mädchens im Spiegel. Diese Augen, in denen so tiefe Sehnsucht zu lesen ist, und zugleich so tiefe Leere. Diese Augen. Ich will nicht, dass das die meinen sind. 
Unerfüllbare Sehnsucht und Leere, wie zwei Seiten eines Spiegels. Nicht gleich, aber dennoch untrennbar verbunden. 
Leere, die grenzenlos ist, und irgendwie gefüllt werden möchte.
Sehnsucht, die einen langsam auffrisst, und deshalb unerfüllbar ist, weil man nicht einmal weis was es ist, dass einem fehlt. Etwas, damit man nicht mehr kaputt ist sondern wieder ganz. Etwas, das es einem ermöglicht wirklich zu leben, statt nur zu existieren. Etwas, das diese Leere in einem selbst füllen kann. Es ist irgendetwas sehr sehr wichtiges, doch was es ist vermag man nicht zu sagen. Doch man weis, dass es etwas ist, das nicht existiert, etwas das man niemals finden wird weil man es gar nicht finden kann.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

So sieht mein Leben aus...


Ich träume, dass ich schlecht träume und panisch aus einem Alptraum erwache, nur um dann festzustellen ich war noch immer im Alptraum gefangen, als ich dann wirklich erwache. Und in meinem Bett liege, während das dunkle Licht der Nacht, von Mond und Straßenlaterne stammend, über meinen Zimmerboden kriecht, und ich mal die Umrisse meiner Möbel im Raum erkennen kann. Das beruhigt mein schmerzhaft schnell schlagendes Herz zumindest ein wenig, lässt mich wieder ruhiger atmen und in die Kissen zurücksinken, die Decke über mich gezogen, das Kuscheltier das mir mein Bruder geschenkt hat, fest mit zitternder Hand an mich gepresst. Ich fühle mich so verdammt allein.
Die Stunden vergehen. Schleichen dahin als  würde die Zeit gerade selbst lieber stehen bleiben als weiter vergehen. Meine Nächte, obwohl sie realistisch betrachtet, viel zu kurz sind da ich kaum schlafe, kommen mir dennoch viel zu lang vor. Ebenso wie meine Tage, die sich dahinziehen vom Klingeln meines Weckers, den Stunden die sinnlos vergehen, bis es dunkel wird, und ich noch sehr lange wach bleibe, weil ich weder schlafen will noch schlafen kann. Mittlerweile ist mein Körper wieder sehr geschwächt, und der Tag, der Unterricht,  anstrengende Dinge allgemein, werden zur Qual. Ich kann selbst nicht einmal sagen, was ich eigentlich will. Ich will weder, dass es Tag wird, noch dass es Nacht wird. Ich warte, doch weis nicht einmal worauf.
Die Gedanken rauschen durch meinen Kopf, und die Sinnlosigkeit schlägt in Wellen über mir zusammen und begräbt mich unter ihr. Ich ertrinke darin, wie in den Wellen eines großen schwarzen Meeres, ertrinke in all den Gedanken in meinem Kopf, der Angst und der Traurigkeit, die mich beherrscht. Ich will weinen, doch ich kann nicht. Ich hasse mich dafür, für all das, dafür dass es mir passiert, dafür dass mir all das passiert ist, dafür was und wer ich war, und heute bin.
Ich bin leer. So leer. In mir ist nichts, gar nichts. Ich spüre den Drang, diese Leere irgendwie zu füllen, mich selbst mit Leben und Licht zu füllen, wo nur Dunkelheit und Tod zu finden ist. Doch zugleich spüre ich die Verzweiflung in jeder Faser meines Herzens, weil ich weis, dass nichts diese Leere füllen kann, das ich vergeblich danach suche. Dass ich irgendwie damit Leben muss, es aber nicht wirklich kann. Ich lebe schon so lange damit, doch das bedeutet nicht, dass ich auch damit leben kann.

Dienstag, 21. August 2012

Wohin?

Die Tage treiben dahin und verschwimmen in meiner Erinnerung zu einem grauen Matsch, formlos und nicht greifbar, alle Tage sind irgendwie gleich. Leer und ohne Inhalt, ohne dass irgendetwas passiert, was es wert wäre sich an sie zu erinnern. Selbst meine Gedanken in meinem Kopf sind flüchtig, nicht greifbar. Sie entgleiten mir, kaum dass ich sie gedacht habe. Und hinterlassen nur ein Gefühl von Leere. Es fällt mir so schwer, irgendeinen davon festzuhalten, mich zu konzentrieren, um mal wieder irgendetwas zustande zu bringen, irgendetwas tun zu können, das mir Spaß macht. Aber mein Kopf ist so schwer in letzter Zeit, fühlt sich so voll an, und zugleich so leer. Zu viele Gedanken, aber doch kann ich sie nicht in irgendeine produktive Richtung lenken.
Ich komme mit mir selbst nicht mehr klar. Gar nicht mehr. Sehe ich in einen Spiegel, wird der Wunsch, nicht mehr ich sein zu müssen, übermächtig und unerträglich. Man kann vor so vielem davon laufen, man kann seine Erinnerungen verdrängen, seine unangenehmen Gedanken zur Seite schieben. Aber vor sich selbst kann man nicht davon laufen. Sich selbst kann man nicht vergessen. Man kann niemals vergessen wer man ist. Vor sich selbst wegrennen hat keinen Sinn. Egal wo man auch ist, oder wohin man geht, man ist schon da. 
Ich ertrage mich selbst nicht und ertrage zur Zeit auch andere nur schwer. Es fällt mir schwer, länger in der Gesellschaft anderer zu sein. Aber sobald ich allein bin, bin ich allein mit mir selbst und das halte ich auch nicht aus. Diese Unzufriedenheit, diese Leere, die Dunkelheit, all das was in mir ist. Ich will verschwinden, vollständig verschwinden. Ich will einfach nur weg sein, als hätte es mich nie gegeben. 
Man merkt es mir normalerweise nicht so leicht an, aber ich versuche nach Außen irgendwie Normalität vorzuspielen, die es in meinem Leben nicht gibt. Ich versuche mich der Situation anzupassen: Mir geht es nicht gut, aber naja, mach ich einfach das beste daraus, es gibt Menschen die sind viel schlimmer dran als ich. Ich versuche zu wirken, als wäre ich noch ganz und nicht kaputt. 
Aber ich weis einfach nicht weiter, tief in mir ist diese Gewissheit, die ich einfach nicht wahrhaben will: Egal wohin ich auch gehe, welchen Weg ich für mich wähle, es gibt keine Gewissheit dass es irgendwann wirklich besser werden wird. Dass es mir irgendwann wirklich besser gehen wird, ich zumindest annähernd irgendwie ein bisschen glücklich sein kann. Es ist nicht unbedingt die Hoffnung, die am Ende eines Weges auf einen wartet. Das wollen die meisten nur irgendwie nicht wahrhaben. Alle klammern sich immer nur an ihre Hoffnung, ich bin da nicht anders. Wie ein ertrinkender in stürmischer See. Wenn man nichts hat außer einem Strohhalm, woran soll man sich dann sonst festhalten? Wenn niemand da ist, der einen aus dem tiefen dunklen Meer zieht.

Freitag, 17. August 2012

Gedankenmüll und Sinnlosigkeit

Heute ist so ein sinnloser, lustloser Tag. Wie eigentlich jeder. Aber irgendwie trotzdem schlimmer, weil ich sogar zu motivations- und energielos bin, um die Zeit irgendwie tot zu schlagen. Mir geht es nicht gut, und ich schaffe es gerade mal so, am Notebook zu sitzen, im Bett zu liegen, aus dem Fenster zu starren, wie ein Geist durchs Haus zu streifen, ohne Sinn oder Ziel Räume zu betreten und wieder zu verlassen. Mir ist schwindlig, ich habe Bauchschmerzen, ich habe keine Kraft. Meine Arme und Beine tun weh und sind so schwer. Ich glaube, ich habe Fieber. Wieder oder immer noch? Nicht einmal das weis ich. Vor drei Tagen hatte ich Fieber. War es ganz wieder weg? Ich weis es nicht.. Jedenfalls tut es gut, den heißen Kopf ans kalte Fenster zu lehnen. Die Augen zu schließen, den eigenen Atem zu hören. Irgendwie zu schnell. Mein Kopf fühlt sich an, als hätte jemand all den Gedankenmüll darin rausgekratzt und stattdessen Watte reingestopft. Ich kann mich kaum konzentrieren. Vielleicht sind meine Gedanken auch einfach nur aus dem geöffneten Fenster geschwebt und ich hatte einfach nicht die Energie hinterherzurennen und sie alle wieder einzusammeln. Habe zu absolut gar nichts lust. Viel zu wenig Schlaf. Meine Augen tun mir weh. Ich reibe sie, aber das macht es nicht besser. Mein Atem beschlägt die Scheibe.

Ich weis nicht mehr weiter. Es geht mir nicht gut, aber ich weis schon gar nicht mehr, wie es sich anders anfühlt. Ich weis gar nichts mehr. In meinem Kopf ist für nichts anderes mehr Platz als für Watte und dumme Träume. Mir ist kalt und draußen hat es dreißig Grad oder so. Ich denke und merke es fühlt sich falsch an, so viel nachzudenken. Dauernd immer und immer nur nachzudenken, unaufhörlich. Die Gedanken in mir schreien so laut, und auch wenn es um mich herum totenstill ist, weis ich nicht wirklich, wie sich Stille anfühlt. In mir ist keine, ich kenne das Gefühl irgendwie nicht. Das Gefühl, mal gar nichts zu denken. Andere Leute haben das, wenn sie schlafen. Einfach zwischen einschlafen und aufwachen gar nichts. Ich beneide sie darum. Meine Träume sind wirr, sind furchtbar, und wenn ich erwache fühle ich mich, als hätte ich gar nicht geschlafen. Auch wenn es doch ein paar Stunden waren, zwar wenige aber immerhin. Es ist keine Erholung. Ich habe viel zu viele wirre Träume; Gedankenfetzen; Alpträume. Seltsame Bilder, die an irgendetwas in meiner Erinnerung rütteln, mir irgendwie bekannt vorkommen, aber ich erinnere mich nicht, an was, ich weis nur, dass ich es nicht wissen will.
Auf Dauer ist das sehr anstrengend. Immer und immerzu irgendwelche Gedanken im Kopf haben, niemals nichts. Auch im Schlaf nicht. Niemals Stille, niemals Ruhe. Alles in mir, chaotisch, wirr, und laut. Und ich selbst bin still.

Ich will nur, dass dieser Tag irgendwie vergeht. Auch wenn ich nicht weis, wofür. Die Nacht wird nicht besser. Und der morgige Tag sicher auch nicht. Meine Oma und meine Tante werden zu besuch kommen, Grillen usw. Meine Mutter wird auf Happy Family machen, damit sie ihre Fassade aufrecht erhalten kann. Wir sind eine Familie. Haha. Ich würde darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre.
Ich ertrage das nur sehr schwer, bzw gar nicht. Dieses so tun als ob. Und meistens sind Familientreffen einfach nur langweilig. Und enden für mich ziemlich mies, wegen meiner Mutter.. Übermorgen wird auch wieder nur ein langweiliger Tag, voller Sinnlosigkeit und nichts tun. Und weiter denke ich nicht. Wozu auch?

Wenn ich jeden Tag meines Leben im Kalender markieren würde, schwarz für einen schlechten Tag, und das Kästchen einfach weis lassen, für einen guten. Ich glaube, das würde in einem Jahr aussehen wie ein paar weise Löcher in einem schwarzen Meer.
Ein seltsamer Gedanke, und auch ein sinnloser. Denn es gibt nicht nur schwarze und weisse Tage. An manchen Tagen passieren schöne und schlimme Dinge. An manchen Tagen geht’s einem einfach nur mies, aber trotzdem behält man irgendwas, ein kleines Detail als schön in Erinnerung. Und wenn es nur ein kurzer Moment ist, ein kleiner kurzer Moment des Friedens, Frieden von außen aber auch Frieden mit sich selbst, wenn man zb kurz nach draußen geht, sich ins Gras legt und in die Wolken starrt. Oder kurz vor einem Gewitter, im Wind steht. Oder etwas liest, das schön und unglaublig traurig zugleich ist. Oder einen jemand aufzumuntern versucht. Oder irgendwas anderes, kurze Momente, in denen man denkt, dass es doch schönes gibt, irgendwie, irgendwo.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Tage wie diese

Ein Tag so überflüssig wie der Dreck der an meinen Schuhen klebt. Den letzten Test verhauen, aber es ist mir egal. Es berührt mich nicht. Noten sind doch auch nur Zahlen auf einem Blatt Papier. Es wird Ärger geben, aber noch nicht jetzt. Musik aus meinem Ipod, Musik in meinem Kopf. Eintauchen, die Welt verlassen. Ein Mädchen das durch die Straßen läuft, doch mit ihren Gedanken ist sie ganz weit fort. Überall und nirgends zugleich. Während auf ihre langen hellen Haare langsam der Regen tropft.

Zwei Gespräche, die überflüssig sind, weil doch nichts dabei herauskommt. Einmal mit meiner Tante. Sie hat nach meiner Hand gefragt, wie es mir geht wegen der Verletzung von vor drei Wochen. Es heilt, aber tut noch weh. Es wird eine hässliche Narbe bleiben und vollständig bewegen werde ich den Zeigefinger wohl auch nicht mehr können. Egal, darum war das Gespräch nicht schlimm. Sondern darum, weil wir irgendwann irgendwie auf das Thema ritzen gekommen sind. Ich weis schon gar nicht mehr wie. Als sie gemeint hat sie kann das gar nicht verstehen wie Leute das machen, das tut doch weh und ist absolut krank, hab ich nur mit den Schultern gezuckt und angefangen zu lachen. Keine Ahnung warum ich gelacht habe. Es war nicht lustig, absolut nicht. Aber das Gespräch ist mir so unangenehm gewesen. Denn ich spüre die relativ frischen Schnitte an meinem linken Arm, als sie das gesagt hat. Krank. Das Wort hat sich in meinem Kopf eingenistet. Mal wieder. Wie so oft schon. Sie sieht mich mit einem seltsamen Blick an, fragt: Warum lachst du? Machst du das selbst?! Nein, lüge ich. Meine Stimme klingt heiser, ich weiche ihrem Blick aus. Gehe.

Das zweite Gespräch war mit meinen Eltern. Vorhin. Mein Vater setzt mich wieder unter Druck. die schlechten Noten hab ich ihm noch gar nicht gesagt. Ein Gespräch, wie schon viele zuvor: Du musst wissen was du machen willst. Ich weis es aber nicht. Du musst es dir überlegen. Du musst dich entscheiden. Ich kann aber nicht. Du musst. Nein. Du musst. Ich will nicht. Du musst. Was glaubst du wohl, von wessen Geld du lebst?! Warum hilft mir nie jemand, warum erwarten alle nur immer von mir? Aber für mich da ist niemand, ist niemand je gewesen! Da ist er sauer geworden.. Was ich denn erwarten würde und was mir einfällt und dass ich kein Kind mehr bin das man an die Hand nimmt usw.. Aber es stimmt, dass mir meine Eltern niemals geholfen haben. Auch wenn ich kein kleines Kind mehr bin, so war ich das doch jahrelang. Und niemals hat mich jemand an die Hand genommen und mir geholfen. Ich war immer allein. Auf mich gestellt. Musste Dinge tun und erledigen und entscheiden, für die ich nicht alt genug war. Und niemals alt genug sein werde.. Denn ich bin immer noch ein Kind, das wollen sie nur nicht sehen, wollen sie nicht verstehen. Ich bin unfähig, weil mir niemals jemand etwas beigebracht und mir geholfen hat.
Und meine Mutter sieht mich nur an, als wäre ich nicht mehr wert als der Dreck unter ihren Füßen. Ich will einfach nur weg. Ich habe ein wenig mitbekommen, dass sie heute Nachmittag stundenlang telefoniert hat. Sie hat Angst vor ihrer Krankheit. Sie hat Angst. Auch wenn sie das noch nie gesagt hat, ich weis es trotzdem: Sie hat Angst zu sterben. Bei dem Gespräch mit meinem Dad, als ich so mehr oder weniger in der Tür gelehnt bin, einfach darauf hoffend schnell weg zu kommen. Meine Mutter, vorwurfsvoll: Seit ich aus dem Krankenhaus zurück bin siehst du mich gar nicht mehr an. Wegen der Narbe, weil du die riesige Narbe nicht sehen willst.
Da wurde mir schlecht. Ihre Worte, die sie zu mir gesagt hat. Dass es meine Schuld ist dass sie so krank geworden ist. Dass sie ins Krankenhaus muss und vielleicht nicht wieder kommt.
Die Worte sind immer da. Hämmern in meinem Kopf. Auch die lauteste Musik kann sie nicht vertreiben.
Schuld. Schuld. Schuld.

Tage wie diese. Ferien, auf die ich mich gefreut habe, aber die nun doch nicht mehr so verlockend erscheinen. Fast zwei Monate, hier zuhause. Mit ihr. Der Gedanke macht mir Angst. Ich weine, aber selbst zum weinen bin ich zu erschöpft. Das Fieber ist immer noch nicht weg. Heute in der Sbahn, wieder fast Bewusstlos geworden. alles zu anstrengend. Fragen im Test, die wie kleine schwarze Punkte vor meinen Augen tanzen und sich nicht zu einem Sinn zusammenfügen.
Wie soll ich Antworten finden, wenn ich nicht einmal die Fragen kenne? Damit meine ich jetzt nicht den Test, der ist mir egal. Ich meine mein Leben.
Habe ich schon zu viel verloren, was ich nie die Chance hatte kennen zu lernen? Läuft die Sanduhr, die Zeit ab, ohne dass sich jemals etwas ändern wird? Graue Tage wie dieser ziehen vorbei, zäh und schwer, und nichts wird sich ändern. Leise und langsam fallen die Blütenblätter, fallen die Sandkörner, fällt der Schnee in mir.

Samstag, 21. Juli 2012

graue Julitage

Ein sinnloser Tag. Heute. Und gestern. Der Tag vergeht, irgendwie. Mit nichts tun. Mit sinnlos aus dem Fenster starren. Mit erschöpft im Bett liegen und zu gar nichts fähig sein.
So mag ich meine Freizeit nicht verbringen. Ich würde gerne irgendetwas tun. Malen. Zeichnen. Gitarre üben. Lesen. Geschichten schreiben. Irgendwas. Aber ich bringe weder die Motivation noch die Energie dafür auf. So bestehen meine Tage also in letzter Zeit hauptsächlich damit, erschöpft im Bett zu liegen oder depressiv vor mich hin zu starren und zu viel nachzudenken.
Gedanken, die in meinem Kopf Karussell fahren. Die sich immer und immer wieder um die selben Dinge drehen, die sich im Kreis drehen. Das führt doch alles zu nichts..
Meine Nächte sind furchtbar. Nicht einschlafen können, aber zu müde und fertig um sich überhaupt noch bewegen zu können. Stundenlang durch wirre Halbschlafträume gleiten. Aus schlimmen Träumen erwachen. Aber meine Tage sind nicht besser...

Draußen regnet es aus grauen Wolkenhimmeln. Es ist Juli. Aber es ist nicht Sommer. Und es ist mir so was von egal.
Ich mag Sonnenuntergänge, und ich mag Wolkenverhangene Himmel. Ich mag allgemein bunt gefärbte Horizonte, aber auch Regenwolken die sich am Himmel auftürmen. Ich finde das faszinierend. Jeder Anblick ist einmalig und wird es so nie wieder geben. Manchmal wenn ich es besonders schön finde, mache ich Fotos davon. Hier ein paar:




Sind nur so Fotos von mir, mit meiner Kamera gemacht.
Das einzige was ich heute auf die Reihe bekommen habe, ist meinen Kleiderschrank fertig aufzuräumen, was ich gestern zwar angefangen, aber nicht fertig gemacht hatte. Aber den Rest des Zimmers müsste ich eigentlich auch aufräumen, so wie es hier aussieht..Aber ich frage mich, wieso aufäumen.. Ich hab einfach keine Lust. Keine Motivation.
Und ich glaube ich hab mich erkältet, vorgestern als ich bei Freunden war und wie im Garten saßen. Ich glaub ich hab Fieber. Hurra, als wär das Wochenende nicht schon blöd genug...

Samstag, 30. Juni 2012

Warten...doch worauf?

Das Licht der Morgensonne fällt in mein Zimmer und reisst mich aus den unruhigen Träumen, in die ich im Laufe der Nacht immer mal wieder kurz hinüber gedämmert bin. Die meiste Zeit lag ich wach. Schlaflos. Unendlich müde. Zu traurig um zu weinen. Und zu fertig.
Die Tage machen mich fertig. Es ist zu heiß, zu schwül. Für jemanden mit schwachem Kreislauf, wie mich, einfach nur ein Alptraum. Ich warte dass der Tag vergeht. Schon seit Tagen. Und sie dehnen sich wie Kaugummi.
Tage ohne Anfang und ohne Ende. Ständige Kopfschmerzen und Schwindel, fast noch schlimmer als sonst. Motivationslosigkeit, keine Lust irgendetwas zu tun. Sinnlose Leere in mir, während alle anderen irgendwo am See sitzen. Ich hasse Sommer.

Ich warte. Doch ich weis nicht worauf. Dass der Tag endlich vorüber geht und sich die Nacht über der Welt ausbreitet. Dass der Sommer vergeht. Dass dieses Jahr vergeht. Dass mein Leben vergeht und anfängt. Ich könnte jetzt noch tausend Dinge nennen. Doch dann werde ich immer noch warten. Denn ich weis nicht worauf.
Als ich diesen Gedanken einmal ausprach, kam sofort die Frage: "Worauf wartest du denn?" Ich zuckte mit den Schultern. "Auf alles."
Ein verwirrter Blick. Ein fragender Blick der sich in meine Augen bohrt bis ich sie abwende. Ich bereue es, überhaupt etwas gesagt zu haben.
Denn sie hat es nicht verstanden. Niemand versteht. Kann man man mich wirklich nicht verstehen?

Samstag, 21. April 2012

~ How to go on 
when nothing is left 
of me? ~ 




Die Welt dreht sich weiter. Die Zeit vergeht. Tag für Tag für Tag. Jeden verdammten Tag geht die Sonne auf und wieder unter. Ich quäle mich aus dem Bett, gehe morgens aus dem Haus, sitze stundenlang im Unterricht, komme wieder nach Hause, schlage die Zeit tot, nachts quälen mich Alpträume oder ich finde gar keinen Schlaf, kann einfach nicht schlafen...und dann geht es wieder von vorne los, natürlich ist nicht jeder Tag gleich, aber jeder ist sinnlos. Ich fühle mich den ganzen Tag mies, denke zu viel nach, kann mich nicht von den Gedanken ablenken, weis nichts mit mir anzufangen, hasse mich selbst, habe Angst vor so vielem, vor allem vor meinen eigenen Erinnerungen und davor ständig Angst haben zu müssen. Ich weis einfach nicht weiter.
Denn obwohl Tag auf Tag folgt ist für mich die Zeit stehen geblieben. Schon vor langer Zeit. Ich lebe nicht mehr, ich existiere nur noch so vor mich hin..
Wie soll man weitermachen, wenn man überall von der Vergangenheit eingeholt wird und einem das Leben einfach viel zu weh getan hat? Wenn man im Grunde nur noch auf das Ende wartet, darauf dass alles vorbei ist...

Ich möchte fortfliegen wie ein Vogel, an den Horizont und darüber hinaus. Ich möchte den Wind in mir spüren, der Bewegung in mich bringt. Ich wünsche mir, dass all meine Traurigkeit davongeweht wird wie ein Blatt im Wind. Ich weis, dass dieser Wunsch dumm ist, denn es wird nicht passieren, die Traurigkeit, die EInsamkeit, die Dunkelheit, all das negative in mir, was mich unfähig macht so zu leben wie andere, wird für immer bleiben. Ich kann nichts dagegen tun. Kann nicht davor fliehen..
Aber trotzdem möchte ich fliegen. Vielleicht wäre es dann besser zu ertragen. Was ich mir im Moment wünsche, klingt vielleicht ein wenig paradox: Ich wünsche mir, nur ein einziges Mal nochmal von Herzen lachen zu können, bevor ich sterbe. Denn ich weis nicht, wie lange es her ist, seit ich zuletzt aus vollem Herzen gelacht habe, fröhlich und unbeschwert und etwas das eine Vorstufe von glücklich ist. Es ist viel zu lange her.
Oft fühlt es sich so an, als ob es mich gar nicht mehr gibt. Als wäre ich da und nicht mehr da zugleich. Weil einfach nichts mehr von mir übrig ist. Nur all die Traurigkeit und Leere in mir. Mehr ist da nicht mehr. Das Leben ist schon lange weg. Obwohl mein Herz noch schlägt, mein Körper funktioniert, ist das Leben daraus verschwunden. Ich bin am Leben. Aber ich lebe nicht mehr.

Sonntag, 15. April 2012

~ Is this girl 
with the broken smile 
and sad eyes 
and the thousands  
of tears she cries,
the darkness
and silence inside her
and the scars
on her body you can see
and those on her soul
you never will see
really me? ~



Es wird Frühling und dann Sommer. Ich kann es sehen, draußen. Aber in mir bleibt es Winter. 
Als würde es immer weiter schneien, immer mehr weiße Flocken in mir fallen..und ich spüre die Kälte längst nicht mehr, weil ich gar nichts mehr fühle...
Ich frage mich, ob ich wirklich echt bin. Wenn ich durch die Straßen laufe, frage ich mich, wie viel der Dinge, die ich sehe, tatsächlich echt sind. Oder ist alles echt, und ich allein bin es nicht, bin unwirklich, nur ein Geist, gar nicht mehr wirklich da.
Ich habe dieses Gefühl oft. Dass alles irgendwie unreal, irreal, erscheint. Dass ich mich frage, ob es tatsächlich echt sein kann, dass ich gerade in der S-Bahn sitze, auf dem Weg zum Unterricht, der voller unwichtigem Zeug ist das mich eh nicht interessiert. Oder dass ich eine Straße entlang gehe, oder mit dem Fahrrad gegen heftigen Wind treten muss. Oder Gespräche mit irgendwelchen Leuten führe, die keine richtigen Gespräche sind sondern nur belanglos ein paar Worte gewechselt.
Es fühlt sich zwar einerseits echt an, aber andererseits auch nicht.
Denn das alles ist so sinnlos. Kann etwas, das keinerlei Sinn in sich trägt tatsächlich existieren und vollständig echt sein?
Denn für mich beinhaltet das gesamte Leben keinen Sinn. Nichts darin ist wirklich von Beduetung. Für andere schon, das weis ich. Aber eben nicht für mich.
Ich sehe keinen Sinn. Nicht im Leben. Nicht in mir selbst. Alles läuft eben einfach weiter, weil die Zeit nun mal vorwärts läuft, immer weiter und weiter, ohne Sinn. Ich bin da, weil ich eben da bin. Ein Zufall. Ein Fehler.
Aber keinerlei Sinn. Nichts hat einen Sinn. Gar nichts. Ich weis das. Aber manchmal ertrage ich es nicht. Eigentlich ertrage ich es nie. Ich weis nicht, was ich hier soll. Ich weis nicht, warum ich leben soll, wenn es nichts gibt, wofür es sich zu leben lohnt. Wenn ich nichts kenne, nichts habe wofür es sich lohnt.
Wofür also weitermachen? Wofür sich weiterquälen, Tag um Tag. Tränen weinen und wieder fortwischen. In schlimmen Träumen ertrinken, um sie dann zu vergessen versuchen. Alle Erinnerungen zu vergessen versuchen. Das Leben zu vergessen versuchen. Mich selbst zu vergessen versuchen.
Wofür dieses Leben leben? Warum?

Sonntag, 8. April 2012

I'm not worth it...

Irgendwie habe ich die Fähigkeit verloren, etwas zu wollen. Genauso habe ich auch nichts mehr, auf das ich warte bzw warten könnte. Die Tage vergehen, zwar nicht alle gleich, aber doch irgendwie gleich genug dass im Nachhinein kein Unterschied festzustellen ist, wenn ich zurückdenke...es verändert sich nichts, monatelang, jahrelang, ich lebe so vor mich hin, lebe ohnezu leben, überlebe die Tage..das wars. Die Zeit vergeht und ich merke es nicht.
Es gibt nichts, auf das ich hoffen könnte. Nichts, auf das ich mich freuen könnte.
Alpträume oder schlaflose Nächte, und Tage die sich endlos in die Länge ziehen. Mehr gibt es nicht in meinem Leben.
Beides ist mies. Beides ist sinnlos. Alles ist sinnlos.
Es gibt keinen Sinn für meine Existenz auf dieser Erde.  Vielleicht mögen manche ihren Sinn gefunden haben, sind manche der Meinung dass es einen Sinn gibt und geben muss. Das ist schön für diese Menschen. Sollen sie es doch glauben, ich beneide sie darum.
Aber ich selbst glaube es nicht. Es gibt keinen Sinn. Nicht für mich.
Es gibt Leere und Verzweiflung, Tränen und Einsamkeit.
Das ist mein Leben.
Ich war immer schon zu viel allein, wurde viel zu viel allein gelassen.
Darum ertrage ich manchmal gar nichts. Nicht das allein sein, das sich manchmal anfühlt als würde es mich zerreissen und umbringen, und manchmal auch nicht Gesellschaft, in der ich mich einfach so fremd und fehl am Platz fühle.
Denn genau das bin ich. Fehl am Platz.
Ich bin ein Fehler.
Jemand wie ich hat nicht das recht auf ein schönes Leben. Das glaube ich mittlerweile.
Darum habe ich mich damit abgefunden. Ich habe nichts besseres verdient.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Kind der Nacht

Wieder sitze ich da, schlaflos und zugleich unendlich müde, und starre hinaus in die Dunkelheit der Nacht...

Nachts kann ich nicht mehr schlafen, aber die ganze Zeit bin ich müde so müde...Aber wenn ich mich dann irgendwann hinlege, kommt der Schlaf einfach nicht, ich liege nur im Bett, dämmere vor mich hin, während die Gedanken durch meinen Kopf jagen. Und wenn ich dann doch für wenige Stunden einschlafe, dann kann man das nicht mehr als schlafen bezeichnen. Zumindest nicht so, wie andere Menschen schlafen. Es ist eher so eine Art unruhiger Wachschlaf, begleitet von Tausend wirren Träumen...und wenn ich am nächsten Morgen die Augen öffne, bin ich einfach nicht in der Lage aufzustehen. Rein körperlich nicht, ich schaffe es einfach nicht. Ich liege da, alles tut mir weh, jede Bewegung ist so anstrengend, viel zu schwer. Es dauert so lange, bis ich es dann doch fertig bringe aufzutehen...

Und ich fühle mich einfach mies. Mies von den schlechten Träumen. Mies durch die ständige Müdigkeit und Schwäche. Mies durch die vielen Stunden, in denen meine Gedanken und Erinnerungen und alles woran ich eigentlich nicht denken will mich durch meine eigene Hölle schickt...

Der ganze Tag war so sinnlos...Sinnlose Tage reihen sich aneinander, ich hab mein Zeitgefühl schon lange verloren...Ich habe das Gefühl, je mehr Zeit ich sinnlos verschwende, desto mehr davon hab ich übrig. Irgendwie paradox.

Und ich bin die ganze Zeit am heulen. Ich weis nicht mal wieso. Klar, zur Zeit gehts mir einfach nur mies, aber ich weine voll oft ohne konkreten Grund. Einfach von einem Moment auf den nächsten laufen mir die Tränen über die Wangen und ich sitze nur da, zitternd und die Arme um mich selbst geschlungen und warte bis es wieder aufhört...

Ich kann nicht mehr. Und ich will nicht mehr.

Dienstag, 10. Januar 2012

Alles zieht an mir vorbei...

Heute war ein richtig mieser Tag...erster Tag nach den Ferien. Ich bin heut früh kaum aus dem Bett gekommen, bin im Unterricht fast eingeschlafen und hab mich den ganzen Tag total müde und fertig gefühlt, mein Kopf tut weh, es fühlt sich an als wär er vollgestopft mit Watte, ich fühl mich einfach total fern von allem, der Alltag zieht vorbei, die ganzen Geräusche und Bilder, die Welt, und ich fühl mich so weit weg...
Alles zieht vorbei und es ist mir egal. Als würde ich nicht dazugehören, zu gar nichts, schon lang nicht mehr..
 Wie in der S-Bahn, wenn man dasteht und aus dem Fenster schaut während die Landschaft vorbeirast. Alles verschwimmt, man schaut zwar hin, nimmt es aber gar nicht richtig wahr, es ist bedeutungslos. Und leer, so wie ich mich  meist fühle..
Ich hab während dem Nachmittag ungefähr 2,5 Liter Cola getrunken, weil ich so müde war...aber wirklich wacher gefühlt hab ich mich trotzdem nicht..bin sinnlos vorm Fernseher und Pc gehockt ohne wirklich was zu machen..
Und schlafen kann ich schon seit längerem sowieso nicht gut, da macht es auch kaum einen Unterschied, dass ich jetzt nicht schlafen kann..ich fühl mich zu unruhig, wahrscheinlich wegen dem vielen Cola..morgen alles wieder von vorne..ein tag wie der andere alles zieht einfach nur vorbei..
Ich frag mich echt wofür ich morgens eigentlich aufstehe...

Leser ♥

Labels