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Mittwoch, 26. Dezember 2012

What will last and what will fade away?

Ich bin hier und nicht zuhause, und ich bin mehr als nur froh darum. Ich habe es gar nicht verdient, dass jemand so lieb zu mir ist, und trotzdem ist das jemand. Und ich merke in letzter Zeit mehr denn je, wie kaputt ich bin, und vor allem wie kaputt und krank mein Körper ist. 
Die Nächte sind der Horror, Bauchkrämpfe und Schmerzen am ganzen Körper, ein Herz das wehtut, mal zu schnell und mal zu langsam schlägt. Und ich finde einfach keinen Schlaf. Mein Körper quält mich mit Schmerzen, mein Verstand quält mich mit all den Gedanken, die niemals still stehen.

Letzte Nacht als es mir nicht gut ging hielt mich mein Bruder, und schüttelt mich auf einmal panisch und ruft meinen Namen. "Weiteratmen! Du musst weiteratmen!" Ein verwirrter Blick meinerseits, die Erklärung seinerseits: Meine Atmung hat scheinbar kurz ausgesetzt. Ich weis nicht, was mit meinem Körper nicht stimmt, aber ich weis dass etwas nicht stimmt. Etwas ganz und gar nicht stimmt. Ich weis nicht, ob mir das nun Angst machen sollte oder nicht, ich fühle gar nichts. Nicht meinetwegen. Aber es gibt etwas, das mich sehr traurig machen würde: Wenn jemand um mich weint. All die Jahre hatte ich keine Hoffnung, hatte und wollte keine Zukunft, für mich gab es die irgendwie nicht, weil ich nichts als negative Dinge kannte. Und nun, da mir jemand die Hoffnung auf eine Zukunft geschenkt hat, weis ich nicht ob ich sie wirklich haben werde. Wie lang ich sie haben werde. 
"Ich hab Angst, dass du einschläfst und nie wieder aufwachst." Dieser Satz geht mir nicht aus dem Kopf. Den ganzen Tag schon nicht. 
Wahrscheinlich ist das alles absolut harmlos und ich mache mir nur unnötig Gedanken. 

Noch nie zuvor hat mir jemand eine Geschichte erzählt, eine Geschichte für mich erfunden und erzählt. In der Nacht bekam ich eine zu hören. Wenn ich noch weinen könnte, dann hätte ich geweint und erst irgendwann wieder aufgehört. Weil mich das so berührt hat in diesem Moment. Eine Geschichte, viel zu schön und zu traurig. Zu wahr und doch so wahr wie nur eine Geschichte gedichtet aus dem Leben eines Mädchens sein kann, das ich täglich im Spiegel sehe. 

Ich habe etwas an das ich glauben kann. Wenn ich doch nur daran glauben könnte. Doch das fällt mir so unendlich schwer. An irgendetwas zu glauben. Ich kann das einfach nicht. Ich glaube an nichts. Ich kann an nichts glauben. Und doch würde ich es so gerne. Ich will daran glauben, doch ich kann nicht. Und das tut mir so leid. Das macht mich so unglaublich traurig, dass es mich innerlich zerreist. 

Ich kann mit so vielem nicht umgehen. Mit all dem negativen in meinem Leben nicht, mit all den quälenden Gedanken, Erinnerungen und Träumen nicht. Und dennoch kann ich auch mit dem wenigen guten nicht wirklich umgehen. Und das quält mich. Warum kann ich das nicht?

Ich weis nicht mehr was ich noch denken oder fühlen soll. Es ist gleichzeitig viel zu viel und viel zu wenig. Ich bin verwirrt, versuche meine Gedanken irgendwie zu entwirren, irgendwie einen Weg in all dem zu suchen, den es aber nicht gibt. Selbst wenn ich krank im Bett liege, mir alles weh tut, kann ich nicht aufhören zu denken, auch wenn mein Kopf wie vernebelt ist. 

Lass mich nicht allein! Diese Worte, von mir ausgesprochen. Und dahinter lauert die Angst. Denn ich kenne es nicht anders. Bisher hat mich jeder irgendwann allein gelassen. 
Ich weis nicht wo ich anfangen soll und wo ich aufhören kann. Ein Buch ohne Anfang und ohne Ende. So viele Seiten, unbeschrieben. So viele durchgestrichene Seiten und Sätze, so viel ausradiert und doch haften geblieben. So viele Buchstaben, die sich zu wirren Worten ordnen. Auf der aufgeschlagenen Seite verweilend, zittert meine Hand bei dem Gedanken daran, umzublättern, eine neue Seite aufzuschlagen, leer und weis und vielleicht niemals voller Worte, und zugleich wünscht sie sich nichts mehr als das. 

Sonntag, 9. Dezember 2012

Human life is a senseless dream

Dunkelheit. Traumbilder, die mich auch nach dem Aufwachen nicht loslassen. Zuhause wird es immer, ich ertrage selbst die Blicke meiner Eltern nicht. Mir ist eiskalt, dauerhaft eiskalt, egal was ich versuche, wie viele Sachen ich mir übereinander ziehe, mir wird nicht wärmer. Die Kälte frisst sich durch mich hindurch, nistet sich in meinen Knochen ein. Mein Körper tut weh. Mein Herz tut weh, als könnte es sich nicht entscheiden, ob es weiter schlagen soll oder doch nicht. Ich fühle mich alles andere als gesund. Ich ertrage mich selbst nicht, stehe vor dem Spiegel und kann dieses Mädchen darin nur hassen. Ich schleppe mich durch die Tage, ertrage es nicht im Unterricht zu sitzen, ertrage aber auch die Einsamkeit nicht, die mich überallhin begleitet. Ich fühle nur Leere, und fühle nichts. Ob ich wach bin oder schlafe verliert sich in einem grauen Nebelschleier. Alles zieht vorbei, nur ich bewege mich nicht. Verdrängte Erinnerungen kommen wieder hoch, lassen mich nicht los. Ich stoße stumme Schreie aus, doch nichts geschieht. Nur Blut das im Abfluss zu Wasser zerfließt. Was ist Leben? Alles was von Menschen am Ende übrig bleibt, ist ein Haufen nichts.

Willkommen in meinem Leben.

Freitag, 24. August 2012

Weiter

Gestern hab ich mit meiner Tante geredet. Und ich habe festgestellt, dass ich mit meiner Meinung und Ansicht und Wahrnehmung über meine Mutter nicht ganz allein dastehe, wie ich immer geglaubt habe. Das war für mich sehr wichtig, das zu erfahren. Und es hat mich erleichtert, ungeheuer erleichtert. Vielleicht bin ich ja doch nicht so komplett vollständig falsch, wie meine Mutter immer behauptet. Und vor allem bin ich keine Lügnerin, denn so stellt sie mich immer da. Andere denken scheinbar genauso über sie.
Meine Tante hat sogar noch gesagt, sie hat während den Jahren öfters darüber nachgedacht, mir zu helfen, mich irgendwie von zuhause wegzuholen. Aber gemacht hat sie es ja dann doch nicht..
Ich war irgendwie in einer seltsamen Stimmung danach, irgendwie total aufgedreht, wie ein Flummi der so lange durch die Gegend hüpft bis ihm die Luft ausgeht. Aber trotzdem war ich noch depri. Und gleichzeitig irgendwie auch nicht. Seltsam zu beschreiben. Ich wollte unbedingt fliegen, ich habe mich leichter gefühlt als seit langem, oder seit immer. Ich wäre vom Dach gehüpft, wenn ich mir nicht sicher gewesen wäre trotzdem abzustürzen. Ich wollte unbedingt rennen, hatte plötzlich so einen Bewegungsdrang, wollte so schnell und so weit rennen wie ich kann. Aber das macht mein Körper und Kreislauf nicht mit. Sport ist zuviel, irgendwie. Ich habe mich gleichzeitig leicht wie ein Luftballon gefühlt, aber trotzdem schwer, so unendlich schwer, als würde ich für immer an der Erde kleben, weil ich niemals hoch in den Himmel steigen kann. Schwer und hässlich. Flügel, die zu verkrüppelt zum Fliegen sind.
Seltsame Gedanken in meinem Kopf. Lachen, einfach lachen ohne zu wissen warum. Und doch irgendwie schwer depressiv, im nächsten Moment Hände vors Gesicht, nicht weinen. So extreme Stimmungsschwankungen hatte ich schon lange nicht mehr.
Obwohl der Tag eigentlich gut war, endete er mit Blut. Neue Schnitte am Arm. Wellen des Selbsthasses, ich bin es nicht wert, nicht wert, nichts wert.


Wieder eine fast schlaflose Nacht. Vielleicht drei Stunden Schlaf, mehr nicht. Als ich aus Alpträumen erwache tun mir die Augen weh. Und mein Körper. Arme und Beine, so schwer.
Der Tag vergeht wieder, irgendwie mit nichts. Ich weis es jetzt schon nicht mehr so recht, also wieder ein sinnloser Tag, der sich einreiht in den grauen trüben Erinnerungsmatsch weiterer sinnloser Tage.
Meinen Eltern begegne ich erst am Abend, und auch das hätte nicht unbedingt sein müssen. Meine Laune sinkt noch weiter, so fern das überhaupt noch geht.


Weitergehen, einfach weitergehen
Durch den Schleier sehen
Durch die Dunkelheit ins Morgen sehen
Dämmerlicht, zerbrich mich nicht
Spiegel, spiegle mich nicht
spiegle nur Licht.

Montag, 20. August 2012

Ätzender Sommertag

Heute war es viel zu heiß. Als ich aufs Thermometer gesehen habe, hatte es 40 Grad. Und das war erst mittags. Mein Kreislauf macht das nicht mit. Mir ging es heute schlecht, wirklich schlecht. Kaum stehe ich auf, nach einer unruhigen Nacht voller seltsamer Träume, schon dreht sich alles weil mir so schwindlig ist, mir wird schwarz vor Augen, und ich falle auf den Boden. Und das wurde den ganzen Tag auch nicht besser. Mir war nur noch schwindlig, kaum stehe ich auf sehe ich nur noch schwarz, und laufen bereitet mir echt Anstrengung. Mir war schlecht, den ganzen Tag, kotzübel teilweise.. Kreislaufprobleme habe ich ja eigentlich immer, aber an Tagen wie diesen ist es einfach nur extrem heftig. Ich bin so froh wenn dieser Sommer vorbei ist. Oder zumindest nicht noch mehr solche extremen Tage kommen.
Ich bin froh, dass vor einer Weile die Sonne untergegangen ist und es dunkel ist. Ich mag die Nacht, viel mehr als den Tag. Ich weis, dass ich seltsam bin, aber es ist so. Kind der Nacht eben. :D
Ich kann mich noch immer kaum konzentrieren, mein Gehirn hat Mühe einen sinnvollen Satz zustande zu bringen. Also so hab ich mir meine Ferien definitiv nicht vorgestellt. Ich erinnere mich gar nicht mehr, wann eigentlich der letzte schöne Tag war. Also der letzte schöne Tag für mich. Ist irgendwie schon sehr lange her...

Freitag, 17. August 2012

Gedankenmüll und Sinnlosigkeit

Heute ist so ein sinnloser, lustloser Tag. Wie eigentlich jeder. Aber irgendwie trotzdem schlimmer, weil ich sogar zu motivations- und energielos bin, um die Zeit irgendwie tot zu schlagen. Mir geht es nicht gut, und ich schaffe es gerade mal so, am Notebook zu sitzen, im Bett zu liegen, aus dem Fenster zu starren, wie ein Geist durchs Haus zu streifen, ohne Sinn oder Ziel Räume zu betreten und wieder zu verlassen. Mir ist schwindlig, ich habe Bauchschmerzen, ich habe keine Kraft. Meine Arme und Beine tun weh und sind so schwer. Ich glaube, ich habe Fieber. Wieder oder immer noch? Nicht einmal das weis ich. Vor drei Tagen hatte ich Fieber. War es ganz wieder weg? Ich weis es nicht.. Jedenfalls tut es gut, den heißen Kopf ans kalte Fenster zu lehnen. Die Augen zu schließen, den eigenen Atem zu hören. Irgendwie zu schnell. Mein Kopf fühlt sich an, als hätte jemand all den Gedankenmüll darin rausgekratzt und stattdessen Watte reingestopft. Ich kann mich kaum konzentrieren. Vielleicht sind meine Gedanken auch einfach nur aus dem geöffneten Fenster geschwebt und ich hatte einfach nicht die Energie hinterherzurennen und sie alle wieder einzusammeln. Habe zu absolut gar nichts lust. Viel zu wenig Schlaf. Meine Augen tun mir weh. Ich reibe sie, aber das macht es nicht besser. Mein Atem beschlägt die Scheibe.

Ich weis nicht mehr weiter. Es geht mir nicht gut, aber ich weis schon gar nicht mehr, wie es sich anders anfühlt. Ich weis gar nichts mehr. In meinem Kopf ist für nichts anderes mehr Platz als für Watte und dumme Träume. Mir ist kalt und draußen hat es dreißig Grad oder so. Ich denke und merke es fühlt sich falsch an, so viel nachzudenken. Dauernd immer und immer nur nachzudenken, unaufhörlich. Die Gedanken in mir schreien so laut, und auch wenn es um mich herum totenstill ist, weis ich nicht wirklich, wie sich Stille anfühlt. In mir ist keine, ich kenne das Gefühl irgendwie nicht. Das Gefühl, mal gar nichts zu denken. Andere Leute haben das, wenn sie schlafen. Einfach zwischen einschlafen und aufwachen gar nichts. Ich beneide sie darum. Meine Träume sind wirr, sind furchtbar, und wenn ich erwache fühle ich mich, als hätte ich gar nicht geschlafen. Auch wenn es doch ein paar Stunden waren, zwar wenige aber immerhin. Es ist keine Erholung. Ich habe viel zu viele wirre Träume; Gedankenfetzen; Alpträume. Seltsame Bilder, die an irgendetwas in meiner Erinnerung rütteln, mir irgendwie bekannt vorkommen, aber ich erinnere mich nicht, an was, ich weis nur, dass ich es nicht wissen will.
Auf Dauer ist das sehr anstrengend. Immer und immerzu irgendwelche Gedanken im Kopf haben, niemals nichts. Auch im Schlaf nicht. Niemals Stille, niemals Ruhe. Alles in mir, chaotisch, wirr, und laut. Und ich selbst bin still.

Ich will nur, dass dieser Tag irgendwie vergeht. Auch wenn ich nicht weis, wofür. Die Nacht wird nicht besser. Und der morgige Tag sicher auch nicht. Meine Oma und meine Tante werden zu besuch kommen, Grillen usw. Meine Mutter wird auf Happy Family machen, damit sie ihre Fassade aufrecht erhalten kann. Wir sind eine Familie. Haha. Ich würde darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre.
Ich ertrage das nur sehr schwer, bzw gar nicht. Dieses so tun als ob. Und meistens sind Familientreffen einfach nur langweilig. Und enden für mich ziemlich mies, wegen meiner Mutter.. Übermorgen wird auch wieder nur ein langweiliger Tag, voller Sinnlosigkeit und nichts tun. Und weiter denke ich nicht. Wozu auch?

Wenn ich jeden Tag meines Leben im Kalender markieren würde, schwarz für einen schlechten Tag, und das Kästchen einfach weis lassen, für einen guten. Ich glaube, das würde in einem Jahr aussehen wie ein paar weise Löcher in einem schwarzen Meer.
Ein seltsamer Gedanke, und auch ein sinnloser. Denn es gibt nicht nur schwarze und weisse Tage. An manchen Tagen passieren schöne und schlimme Dinge. An manchen Tagen geht’s einem einfach nur mies, aber trotzdem behält man irgendwas, ein kleines Detail als schön in Erinnerung. Und wenn es nur ein kurzer Moment ist, ein kleiner kurzer Moment des Friedens, Frieden von außen aber auch Frieden mit sich selbst, wenn man zb kurz nach draußen geht, sich ins Gras legt und in die Wolken starrt. Oder kurz vor einem Gewitter, im Wind steht. Oder etwas liest, das schön und unglaublig traurig zugleich ist. Oder einen jemand aufzumuntern versucht. Oder irgendwas anderes, kurze Momente, in denen man denkt, dass es doch schönes gibt, irgendwie, irgendwo.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Kein guter Tag

Kein guter Tag, absolut nicht. Wie viel habe ich überhaupt geschlafen in der Nacht? Zwischen all den vielen Tränen, den nicht aufhörenden Gedanken, den seltsamen Träumen zwischen Schlafen und Wachen.
Alles was bleibt ist Leere. Im Kopf, in den Gedanken, im Körper. Alles nur leer. Bäume und Häuser rauschen vorbei, als ich in der S-Bahn sitze, ich sehe sie nicht, nehme sie nicht wahr. Mein Blick verschwimmt, alles wird schwarz. Aber ich zwinge mich, dem nicht nachzugeben, zwinge mich bei Bewusstsein zu bleiben. Wie so oft. Wie eigentlich jeden verdammten Tag.  Kopf an die Fensterscheibe lehnen, zumindest schön kühl. Atmung zu schnell. Tanzende Punkte vor den Augen. Auch die Musik aus meinem Ipod rauscht irgendwie an mir vorbei. Es hätte sein können dass ich zwanzig Minuten lang das selbe Lied gehört habe ohne es zu merken. Aufstehen, ohne umzufallen. Treppen hoch, Treppen runter. Die Welt scheint nur aus Treppenstufen zu bestehen. Welcher Idiot hat so was wie Treppen erfunden?! Ich kann nicht, kann nicht mehr. Zu anstrengend. Treppensteigen. Quälerei. Es tut weh. Ungefähr da wo das Herz ist: So ein Stechen. Irgendwie oft beim Treppensteigen.
Aber eins ist das wichtigste. Normal sein. Zumindest normal wirken. Auch wenn ich weis, dass an mir gar nichts normal ist. An manchen Tagen merke ich schlimmer als an anderen, wie kaputt mein Körper eigentlich ist.
Zumindest ein kurzer Tag. Auch wenn sich die Stunden wie eine Ewigkeit ziehen, in denen uninteressanter Unterrichtsstoff durch den Raum schwebt wie Wolken und einfach an mir vorüberzieht. Keine Ahnung um was es eigentlich ging. Ist mir auch egal.
Morgen die Klausur schreiben. Ich weis nichts. Hab zu oft gefehlt. Hab nie zugehört. Ich darf den Test nicht verhauen.Sonst krieg ich kein Geld mehr von meinem Dad. Ich muss das irgendwie schaffen. Wie? Wie soll ich das schaffen? Ich fürchte ich werde es nicht schaffen. Wie geht es dann weiter? Nicht darüber nachdenken. Nicht jetzt. Ich will schlafen, einfach nur schlafen, einmal ohne schlechte und wirre Träume. Ich will einmal schlafen und mich beim Aufwachen erholt und wach fühlen. Ich will schlafen. Aber ich kann nicht schlafen. Zu viele Gedanken halten mich davon ab. Zu viele Tränen. Zu viel Angst. Angst. Angst. Jede Nacht.

Donnerstag, 12. Juli 2012

So tun als wäre ich normal, als wäre ich gesund, als würde es mir gut gehen...

Ich weis dass ich nichts davon bin. Weder  normal noch gesund noch geht es mir gut.

Morgen muss ich zum Arzt. Wegen meiner Hand, nachschauen lassen ob die Wunde halbwegs gut verheilt und wann man Fäden ziehen kann.

Ich denke gerade darüber nach, dass vielleicht zu sagen, beim Arzt. Wie es mir wirklich geht. Wie schlecht es mir geht. Psychisch und Physisch. Mich mal richtig untersuchen zu lassen. So wie es jetzt ist kann es nicht wirklich weitergehen...
Aber gleichzeitig weis ich, dass ich es doch nicht tun werde. Dass ich nichts sagen werde. Sondern, so wie immer: Lächeln aufsetzen. Auf die Frage die ohne Zweifel kommt antworten "Doch mir gehts gut. Alles okay, wirklich. Mir gehts gut."

Lügnerin.

Gar nichts ist okay. Es geht mir gar nicht gut. Ich kann nicht mehr. Ich schaff das nicht mehr allein. Ich kann einfach nicht mehr.
Das würde ich nie sagen, das könnte ich niemals sagen.
Ich kann nur Lügen. Eine Maske mit einem falschen Lächeln über mein weinendes Gesicht ziehen und die Menschen glauben machen dass es mir gut geht.
Natürlich funktioniert es nicht wirklich. Man sieht es mir an, dass es mir nicht gut geht. Ein kritischer und besorgter Blick. Ob sie meine Lügen nun glauben oder nicht ist mir egal, zumindest fragen sie nicht weiter.

Versagerin. Versagerin. Versagerin.

Ich weis genau, dass ich es nicht tun werde. Dass ich niemals darüber reden könnte. Ich denke nicht ernshaft darüber nach, es sind eher Gedankenspiele, so nach dem motto "was wäre wenn.."


Donnerstag, 5. Juli 2012

Kaputt

Ich kann nicht mehr.
Es tut weh. Alles tut weh.
Zu viele Gedanken in meinem Kopf. Ich will nicht mehr denken. Ich will weinen. Will schreien. Aber ich kann nicht. Zu erschöpft. Schwindel, Übelkeit, Schmerzen. Kann mich nicht auf den Beinen halten. Aber schlafen kann ich nicht. Kaputter Körper.
Alles dreht sich im Kreis. Ein Gedanke, immer wieder: Ich vermiss dich. Warum bist du nicht da, jetzt wo es mir schlimmer denn je geht. Ich vermiss dich..
Alles was ich will ist meine Ruhe. Schlafen. Am besten für die nächsten hundert Jahre. Einfach nur schlafen. Nicht mehr denken, nicht mehr fühlen, mich nicht mehr erinnern, will nie mehr weinen müssen, nie mehr allein gelassen werden, nie mehr Angst haben müssen. Aber die bösen Worte zuhause hören nicht auf. Und auch wenn sie längst verklungen sind, verfolgen sie mich und hallen in meinem Kopf tausendfach nach. Immer neue, immer mehr. Alle alten nicht vergessen. Verletzt. Wertlos. Fehler. Es kann nichts heilen, wenn die alten und neuen Wunden immer wieder aufgerissen werden. Kaputte Seele.
Es wird nie aufhören. Es wird nie aufhören weh zu tun. Das hat mich das Leben gelehrt. Hoffnung ist vergeblich. Trotzdem ist sie da.

Dienstag, 3. Juli 2012

Krankenhaus

Ich hasse es. Krankenhaus. Zu viele Ärzte. Zu viele Fragen. Erst viel zu dunkel. Dann zu hell. Schreie aus dem Flur die bis an mein Ohr dringen, zu laut, schmerzerfüllt. Mein ganzer Körper zittert. Kann nicht aufhören zu weinen. Sehe durch den Tränenschleier. Es tut weh. So weh.
Ärtzte mit einer Maske aus einem Lächeln. Die meisten nicht mal das. Stunden fließen dahin. Kann mich nicht bewegen. Alles verschwimmt vor meinen Augen, Schwindel. Warten. Es tut weh. Warten.
Stimmen auf dem Flur. Nadelstiche. Hektik. Ich kann die Minuten durch das Sekundenglas rieseln hören, langsam und zäh. Dann nichts mehr.
Irgendwann nach Hause. Endlich.


Ich habe so viel geweint. Den ganzen Tag geweint. Warum? Weil es so weh tut? Nein. Weil meine Mutter mich die ganze Zeit fertig gemacht hat. Davor, danach, währenddessen.
Ich kann nicht mehr. Es tut weh. Alles tut weh.
Warum hat sie nicht einmal wenn es mir so schlecht geht ein nettes Wort für mich? Nur Vorwürfe. Nur Angemotze.
Warum kann ich keine Mutter haben die mich mag? Eine die mich nicht allein lässt, die meine Hand hält und mir verspricht dass es wieder gut wird. Aber so eine habe ich nicht. Verdiene ich das einfach nicht? Dass jemand bei mir bleibt, mich nicht allein lässt, mich tröstet, mich aufmuntert, mich in die Arme nimmt - verdiene ich das einfach nicht? Bin ich so falsch, so ein Fehler, so wertlos?


Ich will schlafen. Stunden, Tage, Jahre. Ich will einfach nur schlafen. Aber es tut weh. Ich werde so nicht schlafen können. Ich bin müde. Der Tag hat mich fertig gemacht. Furchtbarer Tag. Einer der schlimmsten. Das viele Weinen hat mich fertig gemacht.

Samstag, 28. April 2012

am Limit

Tag und Nacht gehen einfach ineinander über, genau wie die Wochentage. Keiner davon hat irgendeine Bedeutung, keiner bleibt mir irgendwie großartig in Erinnerung. Die Zeit vergeht, aber ich stehe still. Nur meine Gedanken rasen durch meinen Kopf, Gedanken die ich nicht denken will. Das meiste verdränge ich. Und kämpfe mich durch den Tag, müde und schlaflos und absolut kraft- und motivationslos. Alles ist viel zu anstrengend. Ich lebe ohne zu leben, überlebe die Tage. Und dann, an manchen Momenten, kommt all das wieder, was ich meist verdränge, worüber ich nicht nachdenken, mich nicht erinnern will, wieder. Stundenlang liege ich dann da, im Bett unter der Decke, voller Angst, oder sitze einfach nur da und starre ins Leere, ins Nichts, während sich in meinem Kopf alles wieder von vorne abspult, wie ein endloser Film, der weder einen Anfang noch ein Ende kennt. Doch ich kann einfach nicht mehr weinen, seit Wochen nicht mehr. Auch wenn es richtig mies ist, stundenlang zu weinen, ist es immer noch besser als jetzt. Ich habe dann immer das Gefühl weinen zu müssen, es kommen nur keine Tränen. Alles staut sich irgendwie in mir an und kann nicht nach draußen. Das bringt mich langsam um. So fühlt es sich an.
Mir ist alles zu viel. Ich schaffe es einfach kaum, morgens aufzustehen, aus dem Bett zu kommen und mit dem Fahrrad zur S-Bahn zu fahren. Da bin ich dann immer schon so fertig, dass ich am liebsten wieder nach Hause will um mich hinzulegen. Und ich frage mich ernsthaft, was mich davon abhält. Der Unterricht zieht auch einfach nur an mir vorbei, weil mich das einfach nicht interessiert, und ich auch keinen Sinn darin sehe. Ich schlafe kaum noch, weil ich nicht mehr richtig schlafen kann. Entweder liege ich stundenlang im Bett und schlaf nicht ein, während mein Körper durch den Schlafmangel so schwach ist dass ich mich nicht einmal mehr bewegen kann. Aber der Schlaf kommt nicht. Zu viele Gedanken und Erinnerungen im Kopf, die mich wach halten. Und wenn ich dann doch schlafen kann, auch wenn es nur ganz wenige Stunden sind, dann habe ich Alpträume, aus denen ich mitten in der Nacht panisch erwache und dann zitternd und voller Angst unter der Decke liege, und erst recht nicht mehr schlafen kann.  Und am nächsten Morgen fühle ich mich immer mies und total fertig, egal ob ich nun geschlafen habe oder nicht. Mir kommt es so vor, als wäre es nach schlimmen und seltsamen Träumen morgens noch mieser als anders. Mir wird total oft schwindlig und schwarz vor Augen, und es kostet mich große Anstrengung überhaupt weiterzugehen, stehen zu bleiben, oder was ich eben gerade in dem Moment mache. Aber hauptsache ist, dass es keiner bemerkt, und bisher ist mir das eigentlich gelungen.
Seit zwei Tagen hatte ich gar nicht geschlafen, und die Tage davor nur ein paar Stunden jeweils. Und heute nacht, da konnte ich einfach nicht mehr, bin umgekippt. Danach habe ich mich ins Bett gelegt, ein paar Stunden durch seltsame Wachträume gedämmert und dann in der früh ganz wach geworden aber noch stundenlang im Bett gelegen aber nicht aufstehen können. Ich konnte mich nicht bewegen, mein Körper ist viel zu schwach und krank, das spüre ich in solchen Momenten besonders extrem. Atmung zu schnell, Herzrasen, kriege nicht mehr so gut Luft. Irgendwann geht es dann wieder. Das ist immer so, irgendwann geht es wieder. Aber trotzdem frage ich mich, wofür mache ich das eigentlich? Leben, aufstehen, durch den Tag quälen, usw? Ich sehe keinen Sinn darin, und es ist auch nichts schönes, weder schlafen noch wach sein. Weder nachdenken noch nicht nachdenken. Zu viel Traurigkeit oder zu viel Leere. Alles ist irgendwie mist. Also wofür mache ich das überhaupt? Warum bin ich noch da? Warum?
Ich will nicht mehr und kann nicht mehr. Ich bin körperlich und psychisch am Limit. Ich halt das nicht mehr lange aus.





~ Time passes by
and all the dreams I dreamed
turned sad ~


Montag, 19. März 2012

Müde

Ich bin müde. So unendlich müde und kann doch nicht schlafen. Seit Tagen schon kaum mehr geschlafen und in dieser Nacht heute gar nicht.
Wach herumsitzen und musik hören, während die eigenen Gedanken irgendwo im Nirgendwo treiben.
Fernsehen um vier Uhr nachts und sich wundern dass überall nur Mist läuft.
Irgendwann feststellen, dass es langsam hell wird und man immer noch im Bett sitzt, unter der Decke zusammengekauert, und wartet...
Wartet, dass es Morgen wird. Wartet dass die  Zeit vergeht. Wartet ohne zu warten. Meine Konzentration ist im Eimer. Heute Klausur geschrieben, keine Ahnung wie es lief ich kann mich eigentlich an keine Frage so richtig erinnern. Nicht gut, das kann ich schon mal sagen. Aber mir ist es egal. So was von egal.
Ich hab Bauchweh, alles tut mir weh, mein Kreislauf funktioniert nicht mehr richtig, Wahrnehmungsstörungen und andauernde Schwindelanfälle.
Mein Kopf fühlt sich so schwer an. Und gleichzeitig so unendlich leer, als würde die Leere, das Nichts, etwas wiegen.
Mir ist kalt und abwechselnd heiß und wieder Dauerkalt. Manchmal hab ich Fieber, aber das ist öfters so weil ich schon länger kaum mehr schlafe...
Aber heute ist es richtig schlimm...
Das Denken fällt mir schwer. Ich nehme bewusst war, die langsam meine eigenen Gedanken denken, dass es irgendwie dauert, bis ein Gedanken sich langsam zusammenfügt.
Ich hasse mein Leben. Das einzige was ich jetzt wirklich tun will, ist schlafen. Aber das kann ich nicht, ich liege da, wach oder im Halbschlaf, werde durch seltsame Wachträume gejagt und habe Angst.
Ich schaffe gar nichts mehr. Mein Körper gehorcht mir manchmal nicht mehr richtig, andauernd fällt mir alles aus der Hand und ich kippe fast um..Ich schaff meinen Tag nicht mehr, auch wenn man von Tag nicht mehr sprechen kann..Ich hab jedes Zeitgefühl verloren.
Ich kann einfach nicht mehr. Wenn ich heute nicht wenigstens ein paar Stunden schlafen kann, weis ich echt nicht weiter. Irgendwann kann mein Körper nicht mehr..
Ich bin so müde.

Freitag, 16. März 2012

Sonnenschein



Heute und Gestern. Dunkles Licht fällt durch den Schleier und macht die Dunkelheit für ein paar Augenblicke nur, ein paar Atemzüge lang, weniger dunkel.
Ich konnte ein wenig lachen. Gestern mit einer Freundin.
Doch gestern musste ich auch im Garten helfen, Äste aus der Wiese aufsammeln, Terasse kehren usw...eigentlich keine richtig schweren Arbeiten, aber ich hab es kaum geschafft. Mir war die ganze Zeit so schwindlig, ich war kurz davor umzukippen, manchmal beim Bücken nach den Ästen hab ich Sterne gesehen und es hat mich meine ganze Anstrengung gekostet bei Bewusstsein zu bleiben. Das ist ähnlich wie beim Sport machen, da geht es mir ganz genau so. Gestern tat mir danach alles weh, heute tut mir noch immer alles weh, wegen den eineinhalb Stunden draußen helfen...Das ist nicht mehr normal. Beim kehren tun mir nach 5 Minuten dermaßen die Arme weh, dass ich nicht mehr kann. Aber weitermachen musste ich trotzdem. Meine Arme sind so scheis schwach, mein Körper ist so schwach, in solchen Momenten merke ich das immer so richtig...dass ich nicht so kann wie andere können..und glauben tut es mir auch keiner, alle denken ich würde mich vor der Arbeit drücken wollen..
Aber trotzdem waren heute und gestern halbwegs schöne Tage. Schöner als der ganze Rest der hinter mir liegt, sich Winter nennt und irgendwie in meiner Erinnerung zu einem grauen Nebel versumpft...Der letzte schöne Tag an den ich mich bewusst erinnern kann was Silvester bei einer Freundin. Schon traurig, wenn man bedenkt dass es jetzt mitte März ist...

Mittwoch, 7. März 2012

schlaflos

Licht fällt ins Fenster und weckt mich. Ich blinzele kurz, und schlage dann die Augen auf um mich verwirrt in meinem Zimmer umzuschauen. Es ist hell. Habe ich geschlafen? Ich weis es nicht, aber wenn ja, dann können das höchstens zwei Stunden gewesen sein.

Mein Herz rast und mein Kopf fühlt sich so schwer an und tut weh, als würde irgendetwas von innen gegen meine Schädeldecke hämmern um sich einen Weg nach draußen zu bahnen. Mein Kopf ist wie mit Watte vollgepackt, es fällt mir schwer auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Ich kann mich kaum bewegen, denn alles tut mir weh. Erst nach einer Weile, die mir wie eine Ewigkeit vorkommt (und eine dreiviertel Stunde war, wie mir ein Blick auf meinen Wecker zeigt), schaffe ich es, aufzustehen. Und sofort erfasst mich ein enormes Schwindelgefühl, alles dreht sich vor meinen Augen und ich schaffe es nur mit Mühe gerade zu gehen, einen Schritt vor den anderen zu machen.

Ins Bad. Türklinge herunter drücken, zusperren. Dann erst einmal vor den Spiegel. Und was mir von dort entgegenblickt jagt mir einen Schreck ein. Ein Mädchen, mit dunklen Augenringen, total übermüdet, und mit so zerzausten langen hellen Haaren, die teilweise vom Kopf abstehen. Nicht schön. Das Mädchen sieht nicht schön aus, ist nicht hübsch. Findet sich selbst so hässlich dass sie am liebsten den Spiegel zerschlagen würde. Aber sie sieht auch krank aus. Vor allem Morgens sieht man es. Im blassen Gesicht. Am Zittern ihrer Arme. An den dunklen Schatten in ihren Augen, und an ihrem Mund, der nicht mehr lächeln kann. Manchmal hat sie morgens rote Augen, vom vielen Weinen in der Nacht.

Das ist nur ein ganz normaler Morgen..


Ich habe einfach keine Energie für den Tag. Und weis auch keinen Grund warum ich überhaupt aufstehe. Ich stehe auf und gehe ins Bett, dazwischen ist nur sinnlose Leere die sich aneinanderreiht und zwischen schlafen gehen und aufstehen liegen all die Stunden der Nacht, in denen ich entweder durch schlechte Träume gleite oder seltsame Wachträume, oder ganz wach liege, obwohl ich so unendlich müde bin. Die Gedanken lassen mich nicht schlafen. Die Erinnerungen die nachts noch tiefer aus ihren Höhlen kriechen in die ich sie mit meinem Verstand verbannt habe. Tränen die ich weine, während ich unter der Decke liege und die Arme um meinen zitternden Körper geschlungen habe. Angst, die sich in mir ausbreitet wie schleichendes Gift und mich Dinge sehen lässt die ich vergessen will, mich all die Gefühle noch deutlicher fühlen lässt, die auch sonst während dem Tag meine Begleiter sind: Angst. Hilflosigkeit. Einsamkeit. Traurigkeit. Allein gelassen sein. Verzweiflung. All die Dunkelheit in mir..

Meine Tage dauern zu lang in letzter Zeit. Ich weis manchmal nicht mehr wie ich mich beschäftigen soll, meine Gedanken beschäftigen soll um nicht zu viel nachzudenken, während ich stundenlang in meinem Zimmer sitze während die Nacht langsam voranschreitet, ehe ich sehr spät dann doch noch zu Bett gehe. Aber auch da nicht wirklich schlafe..

Aber man gewöhnt sich daran. Irgendwie gewöhnt man sich daran, muss man sich doch daran gewöhnen können..auch wenn es dadurch trotzdem nicht besser wird..Aber so ist das Leben nun mal, leben ist nicht schön, leben tut weh...

aber was solls...ich heiß nicht Alice, also leb ich auch nicht im Wunderland..




Leser ♥

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