Sonntag, 5. Februar 2012

Blogaward

Mein zweiter Blogaward, von der lieben Lilly, vielen Dank <3

weitere 10 Dinge über mich:
  1. Ich hab blaugraue Augen
  2. Ich bin faul und kann mich nie motivieren überhaupt mit dem Lernen anzufangen und mach immer alles auf den letzten Drücker
  3. Ich trag gern Röcke und Kleider und hab allgemein einen eher extravaganten Kleidergeschmack
  4. Die Wände meines Zimmers sind vollgeklebt mit Bildern, Postkarten, Songtexten, Gedichten, getrockneten Blumen und Zeichnungen
  5. Leute fragen mich des öfteren, ob alles in Ordnung mit mir ist, weil ich entweder so einen melancholisch-traurig-verträumten Gesichtsausdruck habe, oder total blass bin und aussehe als würde ich gleich umkippen
  6. Ich glaube nicht an Gott und auch an sonst nichts. Ich glaube an gar nichts..
  7. Meine langen Haare fallen mir oft ins Gesicht, und manchmal wenn ich weine und nicht allein bin benutze ich sie extra wie einen Schleier, damit es niemand sieht...
  8. Das Gefühl von Wärme, wenn es mir schlecht geht und mich jemand in die Arme nimmt ist so schön aber meist nimmt mich keiner in die Arme
  9. Ich bin süchtig nach Cola (Koffein macht wach ;) ) und nach Musik<3
  10. Manchmal sitze ich im Unterricht und mein Kopf ist komplett leer, nur Songtexte von Liedern gehen durch meine Gedanken.

Samstag, 4. Februar 2012

Winterland

Es ist kalt. Und ich friere. Die Kälte ist richtig in mir drinnen, die Art von Kälte die alles durchdringt und sich nicht vertreiben lässt. Durch heißes Duschen nicht. Und nicht dadurch, dass ich mit dickem Pulli und Wärmeflasche eigentlich den ganzen Tag im Bett gelegen bin. Bei Minus 20 Grad geh ich nicht freiwillig vor die Tür, nur unter der Woche geh ich raus weil ich eben muss..und der Weg mit dem Fahrrad zur S-Bahn ist bei den Temperaturen echt eine Qual..wunderts da, dass ich halb krank bin? Eher nicht...so vergeht also ein Tag, sinnlos verschwendet, wie die vorgehenden und vermutlich auch die kommenden.
Ich wünschte, ich könnte Winterschlaf halten, wäre einfach eingeschlafen als es kalt wurde und irgendwann wenn die Welt wieder grün statt grau ist, könnte mich die Wärme der Sonne, die auf mein Gesicht scheint wecken...Oder ich würde weiterschlafen....für immer weiterschlafen...
Ich lebe in einem Winterland, bei mir ist es immer Winter, in mir drin. Immer ist mir kalt, mir ist sogar meist kalt wenn anderen zu warm ist..
Es ist, als würde in meinem Inneren Schnee fallen, leise und stetig immer mehr weiskalte Flocken, die langsam alles in mir zudecken, mein Ich zudecken und in den ewigen Schlaf träumen und jedes Gefühl und jedes Stück Hoffnung erfrieren..Und eine weise schneebedeckte Leere zurücklassen, eine spiegelglatte Fläche, wo es keine Wege mehr gibt, die man gehen kann, wo man niemals mehr vom Fleck kommt, außer es wird in mir irgendwann wieder Sommer und das Eis schmilzt, wie der Schnee und das Winterkind taut wieder auf...

Nacht

Die Nacht ist mein Spiegel. Kalt und still sehe ich meine eigenen Gedanken in die Finsternis gemalt, sehe mich selbst und was sich in mir versteckt. Was in hellem Sonnenlicht verbrennen würde, kommt in der Dunkelheit zum Vorschein.
Ich sehe, was ich nicht sein will und trotzdem bin. Ich spüre meine Hilflosigkeit und Angst. Fühle nachts erst richtig wie alleine ich bin und die Einsamkeit tut weh.
Aber trotzdem ist die Nacht zu meinem Tag geworden, trotzdem habe ich irgendwann begonnen die Nächte irgendwie zu mögen, die Stille die manchmal erholsam und tröstlich und manchmal aber  bedrohlich und splitterscharf ist. Sterne und Mondlicht als leuchtende Punkte in schwarzem Meer, fast kommt es mir manchmal so vor, als wäre mein Zimmer ebenfalls ein Stern, da das Licht aus meinem Fenster wohl das einzige in der Dunkelheit ist.
Fast ist es, als wäre ich ein Vampir geworden. Ein Kind der Nacht. Lebend und doch tot. Früher hatte ich Angst vor der Dunkelheit und habe erst irgendwann erkannt, dass ich in Wahrheit Angst vor meinen Gedanken, Angst vor den Alpträumen und Angst vor vielen anderen Dinge hatte.
Aber vielleicht kann man auch keine Angst mehr vor etwas haben, das Teil von einem geworden ist..
Manchmal frage ich mich - was ist mein wahres Spiegelbild? Das der Finsternis oder das von Spiegelglas? Oder keines von beidem. Vielleicht habe ich kein Spiegelbild und werde niemals wissen können wer ich eigentlich bin, da ich ein Geist bin, der zwischen den Welten wandelt, ziellos und ohne eigene Spuren zu hinterlassen...

Freitag, 3. Februar 2012

Was liegt jenseits der Traurigkeit?

Ich frage mich - was liegt hinter der Traurigkeit? Nur ein weiteres Tränenmeer oder lichtet sich der Nebel, der das Licht verschleiert und es findet einen das Glück? Oder gibt es nur eins jenseits aller traurigen Lieder und Geschichten dieser Welt - den Tod? Dunkel und leer und nichts. Wenn das die einzige Hoffnung für die verlorenen Seelen im Leben ist, dann ist das ganze noch viel trauriger und sinnloser als sowieso schon.

Ein Kind...oder eine Puppe aus Holz...

Manchmal wenn ich irgendwo kleine Kinder mit ihren Eltern sehe, dann macht mich das traurig...zu sehen wie die Kinder an die Hand genommen werden, von einem Elternteil hochgehoben und auf die Schultern gesetzt werden, um die Welt von ganz oben mit anderen Augen zu sehen, das Lachen der Kinder zu hören das noch rein und fröhlich ist statt mit Traurigkeit vermischt, da so kleine Kinder Traurigkeit noch nicht kennen...
Das erfüllt mich jedes Mal mit einer seltsamen Traurigkeit und Sehnsucht, da ich solch eine Verbindung zu den Eltern nicht kenne...Meine Eltern haben mir zu oft das Gefühl gegeben ihnen irgendwo egal zu sein, das einzige was ihnen nicht egal war, war meine Wirkung nach Außen, mein Benehmen, meine Noten, dass ich das Kind bin das sie wollten dass ich ihre Erwartungen erfülle...
Aber dafür sind Kinder nicht da, Kinder sind eigenständige Wesen mit einer eigenen Persönlichkeit und Gefühlen und Gedanken, die man verstehen könnte wenn man es zumindest mal versucht..
Ich hab schon öfters gehört, dass es Eltern gibt denen die Kinder zu schnell erwachsen werden, denen es zu schnell geht. Bei meinen Eltern war immer das Gegenteil der Fall, denen kann es gar nicht schnell genug gehen dass ich erwachsen werde, so richtig Kind sein konnte ich nie, andauernd bekam ich zu hören, dass ich mich nicht wie ein kleines Kind benehmen soll, dass ich dafür schon viel zu alt bin wenn ich irgendwas wollte oder manche Sachen spielen wollte..Andauernd wurde ich wegen irgendwelchem Zeug zusammengeschissen, total unwichtiges teilweise...Für meine Noten haben sie sich immer interessiert, viel zu sehr, für anderes rein gar nicht und hatten auch nicht Zeit für mich, und wenn es mal wirklich drauf ankam war ich immer auf mich allein gestellt...Wenn es mir nicht gut ging war keiner für mich da, ich hab so oft geweint weil ich mich so allein gefühlt hab..
Ich hab nie wirklich das Gefühl gehabt geliebt zu werden, sondern eher dass der einzige Grund warum sie mich irgendwie mögen der ist, dass ich eben das Kind von ihnen bin und sie mich irgendwie mögen müssen, dass sie die Person mögen, die ich nicht bin, das Kind das sie gerne hätten, aber in mir nicht haben...
Wenn man nicht damit leben kann, dass die Kinder nicht so werden, wie man das gerne hätte, dann soll man eben keine kriegen. Kinder sind für immer, nicht nur ein Spielzeug dass man zurückgeben oder umtauschen kann wenn man nicht zufrieden damit ist...das hab ich bei einem Streit mal gesagt...
Ich versteh mich schon lange nicht mehr mit meinen Eltern, bei uns zuhause wechseln sich phasenweise ständiges Streiten und gegenseitiges Ignorieren ab...Eine seltsame Art zu leben, aber ich habe mich daran gewöhnt...Am liebsten würde ich gehen, aber ich wüsste nich wohin..
Andauernd nur Streiten...ich weis, dass Streiten gegenseitigkeit ist, und auch ich schon Dinge gesagt habe, die ich besser nicht gesagt hätte...Aber meine Mum tut mir so weh, seit Jahren schon, weil sie mich nie versteht, weil sie Dinge sagt, die man normalerweise niemandem sagt, weil sie mich nie mochte, nie so mochte wie ich eben bin...das unperfekte, kleine schwarze Entchen..,Eltern müssen die Kinder doch eigentlich so mögen wie sie sind? So zumindest die Theorie...
Ich fühle mich als wäre ich ein Spielzeug für sie, mit dem sie schon lange nicht mehr spielen wollen, eine Holzpuppe die schon nach kurzer Zeit uninteressant geworden ist weil sie einfach nicht den Erwartungen entsprach...Eine Holzpuppe, an deren Fäden zu viele Menschen zogen, die jedoch trotzdem nicht so funktionierte und sich in die Richtungen bewegte, wie die Leute das wollten...
Aber die Holzpuppe kann schließlich nichts dafür, dass es sie gibt, dass sie das ist was sie nun mal ist, dass sie überhaupt da ist...mittlerweile hat das Holz überall Risse und von den aufgemalten Augen blättert die Farbe ab...

Donnerstag, 2. Februar 2012

Unter bunten Regenbogenträumen

Hinter Träumen liegt die Welt. Oder liegt sie in den Träumen selbst? Ich weis nicht mehr, was ich sehe, weis manchmal nicht mehr was ist echt und was nicht, bin ich echt oder bin ich es nicht...
Am Ort in mir, wo ich lebe, ist es dunkel und kalt. Keine Luft strömt mehr durch meine Lunge, ich ersticke langsam an der Finsternis, Stück für Stück...Doch ich baue mir Welten, baue mir Brücken, die ich mit bunten Regenbogenfarben ausmale, träume mich in den Himmel und in die Wolken, doch die Träume sind so durchsichtig geworden, die Farben verblassen und unter den Träumen kommt die bodenlose Dunkelheit zum Vorschein, die ihre Wurzeln tief in die Erde gräbt, wie der höchste und stärkste aller Bäume...Unter dem Regenbogen sieht man langsam mich, verloren und gefangen in der Dunkelheit...wartend und nicht mehr wissend worauf, hoffend auf langen Schlaf, doch die Müdigkeit hält mich wach...

Mittwoch, 1. Februar 2012

Is it really me?

Ich stehe da und frage mich - bin das wirklich ich, die gerade diese Gedanken denkt, die gerade dasteht, zitternd und frierend und fiebrig, ist das wirklich mein Leben oder nur ein schlechter Film in den ich irgendwie gestolpert bin ohne das Drehbuch gelesen zu haben, ohne auch nur eine Zeile Text zu können? Bin ich das Mädchen, das einfach nicht weiter weis, weinen meine Augen wirklich diese Tränen, brennend und über meine Wange laufend? Ist es mein Kopf, der so wehtut, in dem es hämmert und pocht und der sich anfühlt wie vollgestopft mit Watte?
Oder ist das alles nur ein schlimmer Traum, ein Alptraum aus dem ich erwachen kann? Oder sind es in Wahrheit die Alpträume, die das Leben schreiben und die Realität nur der schlimmste davon, indem man sich immer wieder findet, immer wieder darin erwacht ohne es zu wollen? Sind die Stunden der Nacht, in denen ich wach und schlaflos, aber zugleich so unendlich müde im Bett liege realer als die Träume, wenn ich wirklich schlafe? Oder öffnen mir erst die Augen den Zugang zum Traum? Existiere ich wirklich, wenn ich mitten auf belebter Straße in einer unbekannten namenlosen Menschenmenge stehe, namenloser und unsichtbarer als jeder andere? Kann etwas wirklich exisitert haben, was nichts zurücklassen würde, wenn es plötzlich und spurlos für immer aus dieser Welt verschwinden würde?
Bin ich selbst mehr als ein flüchtiger Traum, ein Schatten den die Sonne nur zu einer bestimmten Zeit an die Gebäude wirft? Bin ich eine Blüte, die zu welken begann bevor überhaupt der Sommer kam? Bin ich ein kleiner Stern, dessen Licht viel zu schwach leuchtet neben dem Mond?
Bin ich ein lebender Toter, der zwischen den Menschen wandelt und nie mehr sein kann wie sie?
Wenn ich in einen Spiegel starre und ein fremdes Gesicht sehe, das defintiv das meine ist - bin ich echt? Ich kann mich anfassen, kann meine Spiegelung am Spiegelglas berühren, aber ich kann nicht durch den Spiegel greifen, nach dem was dahinter ist. Falls etwas dahinter ist und ich nicht nur ein Mädchen aus Pappe bin, sondern ein Wesen in 3D.
Warum denke ich so kranke Gedanken, warum denke ich überhaupt noch Gedanken, warum hält nicht alles an in meinem Kopf, dieser Strom und Wirbel aus wirren Bildern und Gedankenfetzen?
Warum kann es nicht aufhören, warum kann alles nicht einfach aufhören?
Zugleich wünsche und fürchte ich die Stille, das Nichts, das vollkommene Fehlen von allem, Gedanken Gefühle Bewegungen Geräusche Bilder..
Ich wünsche mir so sehr zu schlafen, einfach einzuschlafen in einem Bett aus Lilien, die Augen schließen und Nirgendwo zu sein, einen Tausend Mal Tausend Jahre dauernden Schlaf zu schlafen, während es um mich herum Tag und wieder Nacht und Tag wird und mich nicht mehr zu kümmern braucht, und es ist mir egal ob mich jemals wieder jemand weckt....

Leser ♥