Samstag, 19. Mai 2012

Wo ein jeder Weg endet...

~ Jeder Weg und jede Suche endet eines Tages. Nur nicht unbedingt dort, wo man es sich erhofft hat. ~




Es wird nie aufhören. Niemals. All die Gedanken in meinem Kopf drehen sich im Kreis, ich denke zu viel. Dene viel zu viel nach über alles. Ich versuche meine Erinnerungen zu verdrängen, nicht über mich nachzudenken, doch es funktioniert nicht. All das ist immer da. Immer. Es flüstert in meinen Gedanken, bewohnt die Dunkelheit in meinem Kopf.
Ich atme und fülle meine Lungen mit Luft. Ich öffne die Augen und sehe Splitter der Welt. Ich laufe und es fühlt sich an, als würde ich auf Wolken gehen, die mich nicht tragen können, auf Wolken hoch oben und wenn ich falle dann falle ich tief. Auch wenn ich schon weit unten bin, das Ende habe ich noch nicht erreicht. Es geht schlimmer. Das geht es immer.
Ich weis nicht mehr weiter. Ich ertrage es nicht mehr Ich zu sein. Ich wünsche mir, ich müsste nicht in diesem Körper stecken, müsste nicht aus diesen Gedanken und Erinnerungen bestehen. Und ich frage mich: Was von mir bin eigentlich wirklich ich?
Ich schreibe nur Unsinn, und wenn ich die Lippen öffne purzeln Worte hervor, die zwar Sinn ergeben, aber dennoch keinen Sinn enthalten. Denn nichts macht Sinn in dieser Welt. Alles ist sinnlos. Das Leben. Der Tod. Wofür also das alles? Selbst diese Frage ist sinnlos. Denn es gibt keine Antwort. Nicht für mich. Nicht in meinem Leben.
Meine Gedanken bestehen aus Dunkelheit, zäher grauer Nebel, der irgendwo in mir lebt und mich langsam von innen auffrisst. Mich innerlich zerreisst. All die negativen Gedanken und Gefühle, all die Angst und Verzweiflung, die Wellen der Hoffnungslosigkeit die mich schon lang an leeres Land gespült haben.
Denn so fühle ich mich. Leer. Absolut innerlich leer. Ich habe nichts und bin nichts, ich bin wertlos und verdiene nichts besseres als das. Ich bin noch nicht tot, aber auch nicht mehr lebendig.
Alles ist zu viel und gleichzeitig zu wenig. Genau wie ich. Ich bin und war nie gut genug, war immer schon falsch, konnte nie etwas richtig machen. Aber allein dass es mich gibt ist schon falsch. Wenn ich schon nicht wichtig und mehr sein kann, dann möchte ich zumindest gar nichts mehr sein. Immer weniger werden, bis nichts mehr von mir übrig bleibt. Einfach vom Wind davongetragen zu werden. Vergessen werden um selbst vergessen zu können.
Ich weis nicht wie lange es noch dauert, aber ich weis wo es irgendwann endet. Im Grab. Und ehrlich gesagt wünsche ich es mir. Ich will tot sein. Denn ich trage so schon keinen Funken Leben mehr in mir.
Es ist, als hätte da mal ein Feuer gebrannt, doch all die Stürme waren stärker als die Flamme, ließen sie flackern und langsam verlöschen. Ich bin kaputt gegangen, im Laufe der Jahre, irgendwo, irgendwann. Ich bin nichts mehr. Ich bin niemand.
Ich bin das Geistermädchen.
Ich kann nicht mehr schlafen, und die wenigen Stunden bringen keine Erholung sondern nur schlimme Träume. Ich kann auch körperlich nicht mehr. Bin zu müde, zu krank. Manchmal sehe ich Dinge, die nicht real sind. Vielleicht dauert es gar nicht mehr so lange.
In einem Grab ist es dunkel, still, kalt und leer. Eigentlich passt das zu mir. Und irgendwie steckt hinter all dem eine gewisse Form von Ironie, über die man aber nicht lachen sondern nur weinen kann.

Kommentare:

  1. Oh Süße, wenn du nur einmal für einen kurzen Moment spüren könntest, wie wertvoll du bist. Für Menschen, die dich mögen, für die Welt, für mich. Du bist so ein liebenswerter Mensch, es ist einfach nicht richtig, dass es dir so schlecht gehen muss. Ich wünsche mir so so sehr, dass dieser Weg nicht im Grab endet, du bist viel zu jung zum sterben, viel viel zu jung. Irgendwann kann der Weg im Grab enden, aber erst sollte er an einer viel viel besseren Zukunft vorbei führen, denn die hast du mehr als verdient!
    Ich hab dich lieb <3

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  2. :)
    ja, danke, ja, anders. Viele meiner Gedichte sind von meinem Fallen durchzogen. Ich ändere mich, und ich versuche schon länger meine Gedichte zu ändern. Dann ist es mir also gelungen :)
    freue mich schon auf die Antwort

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  3. schau da mal vorbei:
    http://butterflywantstolive.blogspot.com/
    sie schreibt wundervoll, ich bin ganz hin und weg

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  4. danke für deine ausführlichen Kommentar. Er hilft mir.
    Um mich selbst so zu beschreiben, um mit mir selbst fertig zu werden, es doch zu wagen, hat mich viel Zeit gekostet und viele Mühen.
    Ich stehe vielleicht schon bald an einem Scheideweg, der mich endgültig von meiner Vergangenheit trennt. Ich möchte noch viel mehr über mich schreiben, das war aber schonmal ein guter Anfang, und guter Ansatz mich selbst besser zu verstehen. Es ist zwar nicht schön, dass wir uns in diesen misslichen Zuständen ähnlich sind, aber verstanden zu werden tut gut.
    Das mit dem im Kopf-behalten der eigenen Gedanken, die man aussprechen möchte, aber nicht kann, ist mir leider auch sehr bekannt.
    Ja, ich mag Animes, und Inuyasha ist auch eines meiner liebsten :)
    ganz liebe Grüße
    :)

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