Sonntag, 29. Januar 2012

Winterkind (eine Geschichte)

Ich habe eine Geschichte geschrieben...Ich schreibe öfters mal Geschichten...Diese hier ist kurz und irgendwie passt sie hier rein..mein Tag war  irgendwie sinnlos...Die Geschichte heißt Winterkind.

Winterkind
Es ist dunkel und still, abgesehen vom leisen Rauschen des Windes in den Blättern..Durch die Baumkronen fällt das Mondlicht auf die schneebedeckte Erde, und die Schritte eines Mädchens im nächtlichen Wald bleiben zwar ungehört, doch hinterlassen ihre nackten Füße kleine Abdrücke in der Schneedecke...Die sanft fallenden Flocken berühren ihr Haar und ihre Haut und schmelzen nicht. Denn sie ist ein Winterkind, in ihrer Brust schlägt ein Eiskristall und ihre Haut ist so blass und von durchschimmernden blauen Adern durchzogen, dass allein das Mondlicht sie nicht verbrennt. Ein Wintermädchen, in dessen Körper die Kälte und Dunkelheit zuhause ist, ein Mädchen, das sich darüber wundert, dass die Tränen auf ihren Wangen nicht gefrieren..
Sie ist allein, ihre Träume befinden sich in Seifenblasen, die irgendwann alle langsam zerplatzt sein werden, und die Dunkelheit in ihrem Herzen vertreibt langsam das Licht. Sie hat sich irgendwo im tiefsten Winterwald verloren und vergeblich darauf gewartet, dass ihr Flügel wachsen.
Um sie zum Horizont zu tragen, überall hin, über höchste Berge und das weiteste Meer.
Langsam betritt sie das Ufer eines Sees und ihr Blick wandert hinaus auf das zugefrorene Wasser, das keine Wellen mehr schlagen kann. Die weiße Gestalt mit dem langen, hellen Haar, setzt vorsichtig einen Fuß auf das Eis, betritt den Spiegel der Nacht, auf dem sich die Mondsichel und die Sterne am Himmel spiegeln, so als lägen sie unter der Wasseroberfläche und das Mädchen geht über sie hinweg.
Auf dünnem, zerbrechlichen Spiegelglas stehend schaut sie hoch in die Weiten des dunklen Himmels und würde am liebsten das Licht der Sterne für sich fangen und an einer Leiter hinaufklettern zum Mond. Bestimmt sieht man von dort oben gut auf die Welt hinab, auf der Mondsichel sitzend, die einen beschützt vor bösen Worten und vor der Welt.
Wintermädchen denken manchmal seltsame Gedanken in dunkler Nacht und lächeln dabei leise...

Kommentare:

  1. toll!!! deiner geschichte gefällt mir wahnsinnig gut. :) ich kann mich total damit identifizieren!
    ich schreibe auch geschichten und gedichte, immer wenn ich mal dazu komme. ;)
    alles liebe <3

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  2. Du schreibst wirklich wunderschön ♥

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  3. Die Geschichte ist einfach nur wunderschön <3

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  4. Lieben Dank für deinen Kommi :) Ich werde die Tage, wenn ich etwas mehr Ruhe habe deinen Blog durchgucken :)

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  5. Vielen Dank für deinen Tipp, ich denke auch, dass ich es jetzt lasse mit der Diät. Wenn du konstant so wenig isst, nimmst du dann trotzdem noch ab davon? Und wie viel ist wenig bei dir so ungefähr?
    Ich habe drei bis viermal in der Woche Volleyball, ich habe bisher gehofft, dass das an Bewegung reicht, weil es meistens wirklich sehr anstrengend ist.
    Hab dich lieb ♥

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  6. Dankesehr :)
    Nein, ich werde nicht aufgeben, ich werde weiterkämpfen bis ans Ende.

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  7. sehr schöne geschichte, du hast soeben ne neue leserin bekommen :)

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  8. Ja, das stimmt wohl. Aber es ist besser loszulassen. Für ihn und vorallem für mich.

    Ich hab dich lieb. (:

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  9. Vielen Dank :)

    Und du hast einen Blogward von mir bekommen <3

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Leser ♥