Mittwoch, 14. März 2012

Zerbrochene Träume

~ My dreams
faded away ~


Was bleibt übrig?
Wenn das eigene Leben in Scherben liegt, wenn man nicht mehr weis wer man eigentlich ist oder sein will, wenn man nicht mehr weiter weis, wenn man keinen Sinn im Leben sieht?
Wenn selbst die eigenen Träume mit der Zeit verblassen, die einen zuvor am Leben hielten. Die Träume, an denen man sich festhalten konnte, die Tagträume in die man sich flüchten konnte wenn man mit der Realität nicht klar kam, die Träume die Farbe in das Grau des eigenen Lebens gebracht haben und durch die die eigene Dunkelheit nicht ganz so dunkel war.

Ich habe mir eine Welt aus Illusionen und Wunschträumen aufgebaut. Ich habe mich hinter Spiegeln versteckt, die meine eigenen Träume tausendfach spiegeln bis tausend mal tausend Welten daraus werden..Meine Träumerwelten. Mein Ich, wenn man so sehen will. Das einzige, was mir irgendwie noch geblieben ist...
Das Spiegelglas hat Risse bekommen mit der Zeit, ich wollte es nicht sehen und hab es nicht so wirklich gesehen und erst in letzter Zeit bemerke ich so richtig, was ich ohne meine Träume bin: Nichts. Beziehungsweise noch weniger als nichts, denn auch mit den Träumen war ich im Grunde nichts. Ich bin ein Mädchen, das schon lange nicht mehr lebt, das innerlich am Sterben ist und Stück für Stück weiterstirbt, doch sehen tut man es nicht.

Irgendwann ist meine Träumerwelt endgültig zerbrochen. Ich weis nicht mehr ganz genau wann aber ich weis warum.
Alles zerbrach und löste sich auf in Illusionen und Wunschgedanken eines dummen Kindes, das nun vor dem Nichts steht...
Meine Traumwelt ist zerbrochen.
Und hinterlässt ein Meer von Scherben, die mir weh tun, mich bluten lassen, jedes Mal wenn ich die Realität sehe, wenn ich die Wirklichkeit sehe, und es so weh tut weil ich nicht mehr in meine Traumwelt zurück kann..

Ich weis, dass ich nicht in der Realität gelebt habe, mir eigene Welten und Illusionen aufgebaut habe um die Wirklichkeit zu ertragen. Jetzt kann ich das nicht mehr...
Ich weis nicht, was ich gedacht habe, dass es für immer hält? Vielleicht, aber ich glaube, dass ich gar nichts gedacht habe, da ich nie in die Zukunft denke, sondern immer irgendwo zwischen dem Gestern, dem Heute und dem Nirgendwo bin...
Aber jetzt, wo all das nicht mehr da ist, fehlt es mir so sehr dass es körperlich weh tut. Ich brauche das alles einfach. Um das Leben irgendwie ertragen zu können..

Aber jetzt...jetzt weis ich einfach nicht mehr weiter..ich stehe inmitten all meiner zerbrochenen Träume, so kaputt wie ich selbst..

Was also bleibt übrig?
Die Angst, die mein ständiger Begleiter ist. Angst vor allem, Angst vor dem Leben, Angst vor Erinnerungen, Angst vor den Alpträumen, die nachts kommen, Angst vor mir selbst.
Die Traurigkeit, die ich nicht mehr ertragen kann. Wenn ich phasenweise nur noch weinen muss, wenn ich dauernd kurz davor bin in Tränen auszubrechen, mich so verletzlich fühle, ganze Nächte in mein Kissen weine bis keine Tränen mehr übrig sind. Und dann wieder phasen in denen ich nicht weinen kann, obwohl ich das Gefühl habe weinen zu müssen, es kommen einfach keine Tränen. Das ist fast noch schlimmer, weil alles in mir bleibt, weil nichts irgendwie nach außen dringt, ich nichts habe was mich fühlen lässt dass ich überhaupt noch da bin..
Die Dunkelheit. 

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. der text ist wunderbar!
    antworte mal schnell auf meine mail ;)
    kuss

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