Montag, 16. April 2012

~ I'm scared and I'm lost. 
To me, life means nothing.  
I'm waiting for the day 
I wake up and realize 
that all was just a bad dream... ~




Warum? Warum habe ich so große Angst, vor dem Leben, meinen Erinnerungen und davor, dass die Menschen die mir etwas bedeuten, die Freunde geworden sind und die ich als einzigste zumindest ein wenig hinter meine gläserne von Rissen durchzogene Schutzmauer blicken lasse,  mir wieder weh tun, mich alleine lassen und sich herausstellt dass ich ihnen nie etwas bedeutet habe? Ich habe Angst davor, wie vor so vielem anderen.
Ich habe Angst vor den Erinnerungen, die mich immer wieder einholen. Angst vor den Alpträumen in der Nacht. Den ewig kreisenden Gedanken. Und den schlaflosen Nächten, in denen ich nichts mit mir anzufangen weis. Und ich habe Angst vor den Tagen, die sich meist wie Kaugummi in die Länge ziehen, und ich selbst mich so fehl am Platz fühle. Vor allem zwischen Menschen, weil ich tief in mir weis, dass ich schon längst nicht mehr dazu gehöre.
Habe Angst, dass Leute zu hohe Erwartungen an mich stellen, oder erwarten dass ich ihre Erwartungen erfülle. Doch ich kann und will das nicht. Nicht mehr, denn das zu versuchen habe ich schon vor längerer Zeit aufgegeben..weil es sinnlos und vergeblich war.
Ich habe auch Angst vor mir selbst, bzw vor dem was ich geworden bin. Weil ich eben im Grunde gar nichts bin. Weil ich nutzlos und wertlos und für gar nichts gut genug. Weil ich mich einfach nur leer fühle. Weil jemand wie ich existiert ohne dass es einen Sinn dafür gibt, ohne dass es eine Zukunft für mich gibt.
Ich weis nicht, wie ich enden werde. Eines Tages in naher oder fernerer Zukunft. Aber eines ist sicher, ich werde sterben. Doch vor dem Sterben habe ich keine Angst, es kommt mir eher wie ein Versprechen vor, dass ich endlich alles vergessen darf, dass ich nicht mehr denken muss, nicht mehr ich sein muss, gar nichts mehr sein muss.
Ich werde wohl irgendwie irgendwann teil einer Statistik werden. Nur ein weiterer Selbstmord. Oder nur ein weiteres Mädchen, das an den Folgen der Essstörung stirbt. Nur ein weiteres Mädchen, das kaputt gegangen ist, das das Leben nicht mehr ertragen hat und keinen Ausweg mehr gesehen hat. Irgendetwas in der Richtung.
Ich weis, das klingt falsch, aber das macht mir keine Angst. Sterben tun wir alle sowieso. Was macht es da also für einen Unterschied, ob früher oder später, wenn man selbst kein Leben hat, das lebenswert ist, wenn man keinen Grund hat, keinen Sinn, gar nichts. Nur Angst und Traurigkeit und Leere.
Neue Schnitte. Ich musste fühlen, dass es mich noch gibt, dass ich noch da bin, tatsächlich noch lebe. Denn es fühlt sich nicht so an.

Kommentare:

  1. Sterben? -Das muss wie schlafen sein, nur besser.
    Aber noch zu früh für dich liebes, du hast noch eine Aufgabe. Ich kann dir nicht sagen was es ist oder wann es kommen wird, aber du bist wertvoll. Auch wenn du dich nur als kleinstes und unbedeutendes Stückchen fühlst, du bist Teil von etwas großem. So wie wir alle es sind. Auch wenn wir keinen Sinn in unserem Leben sehen, wir haben eine Bestimmung. Skype hab ich leider nicht.. Bin zwar bei Facebook, aber auch wenn du das hast nützt es nicht viel, da mein Freund mein Passwort weiß und da das Risiko dann einfach zu groß ist, dass er von Dingen ließt, die er noch nicht wissen soll. Aber wir können uns ja so schreiben.

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  2. Ich hab mir grade den Film 'Veronika versucht zu sterben' angesehen. Hast du den schon mal gesehen? Wenn nicht, dann schau ihn dir an, bringt einen zum nachdenken. Im positiven Sinn :) und ich schreib dir gleich mal ne e-mail :)

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  3. Kann es sein dass du dich vielleicht verschrieben hast bei deiner Mail-Adresse? Jedenfalls kam bei mir die Benachrichtigung, dass sie nicht existiert. Hier ist meine: sweet.babe@live.de

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